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Uriah Heep - Return To Fantasy

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Release Info: 1975 - Bronze - Full Length
Band Info: England - 1969 - Hard Rock
Bewertung: 8


Songs

1. Return To Fantasy
2. Shady Lady
3. Devil's Daughter
4. Beautiful Dream
5. Prima Donna
6. Your Turn To Remember
7. Showdown
8. Why Did You Go
9. A Year Or A Day

"Return to Fantasy" war das erste Album, das nicht in der "klassischen" HEEP-Besetzung aufgenommen wurde. JOHN WETTON ersetzte GARY THAIN, der sich von einem Stromschlag, den er auf der Bühne bekommen hatte, nicht mehr erholte. Immerhin fand man in WETTON einen adäquaten Ersatz, rein musikalisch brachte er sich stark in die Musik von HEEP ein. Ein anderer, nämlich DAVID BYRON, hat sich merklich zurückgenommen, was an seinem immer exzessiver werdendem Alkoholkonsum lag, rein gesangstechnisch hat man ihm aber nichts angemerkt. Mitte der 70er-Jahre hatte es der klassische Hardrock ziemlich schwer, es wurde sehr viel experimentiert, auch URIAH HEEP machten da keine Ausnahme. Schon der Vorgänger war sehr experimentell, das futuristische Element, dass HEEP schon seit "Demons and Wizards" pflegten, wurde mit "Wonderworld" vorangetrieben und fand in "Return to Fantasy" seine Vollendung. Bestes Beispiel hierfür ist "Beautiful Dream", das sehr futuristisch klingt, womit HEEP aber voll den Zeitgeist getroffen haben. Mitte der 70er wandelte sich die Rockmusik ein wenig, Discoklänge und Artrock waren angesagt, auf diesen Zug sprangen auch URIAH HEEP auf. "Prima Donna" ist für mich eine erschreckendes Beispiel dafür, wie URIAH HEEP versuchten sich dem Mainstream anzubiedern. Bläser und Funky-Discoklänge bei URIAH HEEP? Für meinen Geschmack geht das gar nicht! Schon beim Vorgänger kam mir die Orgel etwas zu kurz, auf "Return to Fantasy" setzt sich das fort, was aber wohl dem poppigen Disco-Sound geschuldet war, den sich URIAH HEEP bei vielen Songs selbst auferlegt haben. Das sie es können, zeigen sie sehr schön bei "A Year or a Day", das ist Rock wie ich ihn von URIAH HEEP erwarte, die dominante Hammondorgel, progressiv rockig - davon hätte es gerne sehr viel mehr geben dürfen. Die blueslastige Halbballade "You turn to Remember" und die rockigen Nummern "Showdown" und "Devil's Daughter" haben mir wiederum sehr gut gefallen, das ist eher Musik wie ich sie von URIAH HEEP erwarte. "Return to Fantasy" ist völlig zu recht der Titelsong, denn diese Nummer verkörpert eigentlich alle Stilelemente, die es auf diesem Album zu entdecken gibt. Das Moderne und Futuristische gibt es ebenso zu hören, wie das Progressive und Rockige. Auch die etwas poppig geratene Ballade "why did you go" hat mir eigentlich recht gut gefallen, ich bin ja nicht grundsätzlich gegen poppige Klänge in der Rockmusik - hier passt das einfach etwas besser als bei anderen Songs. Mein Fazit: Mit "Return to Fantasy" beschreiten URIAH HEEP ihren Weg, den sie spätestens seit "Wonderworld" eingeschlagen hatten, unbeirrt weiter. Die Musik ist sehr experimentell, modern und orientiert sich am Zeitgeist. Mir persönlich ist das oftmals zu modern, ich mag eher die rockigen Sachen von den Briten, insofern stößt dieses Album bei mir nicht unbedingt auf Begeisterung. Für mich ist das weder Fisch noch Fleisch, ein ordentliches Album, das man einfach im Konsens mit der Zeit beurteilen sollte. "Return to Fantasy" ist sehr abwechslungsreich, es ist poppig, ein wenig progressiv rockig, für klassische HEEP-Fans eventuell zu modern! (AMAZON)




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