Alphabet

Uriah Heep - Salisbury

Bildergebnis für uriah heep salisbury

Release Info: 1971 - Bronze - Full Length
Band Info: England - 1969 - Hard Rock
Bewertung: 8,5


Songs

1. Bird Of Prey
2. The Park
3. Time To Live
4. Lady In Black
5. High Priestess
6. Salisbury

1971 veröffentlichten URIAH HEEP ihren zweiten Longplayer "Salisbury", auf dem es mit "Lady in Black" einen der wohl berühmtesten Songs der Musikgeschichte zu hören gibt. Kurioserweise wurde "Lady in Black" erst sehr viel später zu einem internationalen Hit, lediglich in Deutschland, wo heute noch die treuesten HEEP-Fans zu finden sind, stieg er bereits 1971 auf Platz 24 der Charts ein. Wiederveröffentlichungen schafften es 1975 auf Platz 44 und 1977 gar auf Platz 5 in Deutschland. Der pazifistische Song passte damals voll in die Zeit, und beruht angeblich auf einer Begegnung von KEN HENSLEY mit einer Frau, die er im Sommer 1970 in München hatte, und mit der er eine Zeitlang befreundet war. Angeblich war Sänger DAVID BYRON die Nummer zu belanglos, weswegen HENSLEY selber ran musste. Der Text handelt von einer geheimnisvollen "Frau in Schwarz", die der Sänger in einem nicht näher beschriebenen Konflikt um Waffen und Kampfkraft bittet. Das lehnt die Frau aber ab und rät ihm zu Friedfertigkeit .... wie gesagt, passt in die späten 60er- und frühen 70er-Jahre. Zum Albumtitel wurden URIAH HEEP nach dem besuch der Stadt SALISBURY inspiriert, das Cover, ein Kampfpanzer des typ "Chieftain", ist eine Anspielung auf den dort ansässigen Truppenübungsplatz "Salisbury Plains". Da die USA damals in den Vietnamkrieg verwickelt waren, verzichtete man bei der US-Version auf dieses Cover und unterschied sich für eine alternative Version (Foto Nr.3). "Salisbury" ist auch der erste Longtrack von URIAH HEEP, das 16:20 minütige Stück wird vor allem durch das Orgelspiel von KEN HENSLEY und den Einsatz von Bläsern geprägt. Dieser sehr vielschichtige und komplexe Song, offenbart die ganze musikalische Klasse und das enorme Potential der Band. So vielschichtig dieser Song ist, so vielschichtig und abwechslungsreich sind auch die restlichen, das komplette Album ist eigentlich eine musikalische Offenbarung. Möglich, dass ich jetzt ein wenig überschwänglich bin, aber für mich ist es gespickt mit "Granatennummern". Neben den bereits erwähnten Nummern möchte ich noch ganz speziell "Bird of Prey" und "The Park" erwähnen, die für mich ebenfalls zu den "Hardrock-Perlen" zählen. Vor allem die Orgel finde ich bei "The Park" grandios, sehr stimmungsvoll und prägend. Grundsätzlich sind alle sechs Songs dieses Album genial, aber diese drei Nummern, auf die ich speziell eingegangen bin, sind einfach Klassiker die dieses Genre entscheidend mitgeprägt haben - definitiv! Bei sechs Songs verbieten sich Anspieltipps eigentlich, vor allem weil alle Songs aus dem obersten Regal sind und Klassikerpotential haben - zumindest was meinen Geschmack betrifft. Mein Fazit: Mit "Salisbury" haben URIAH HEEP einen weitern Klassiker rausgehauen, ich würde das Album heute als Referenzalbum für den Hardrock der frühen 70er-Jahre bezeichnen. URIAH HEEP verbinden hier klassischen Hardrock mit progressiven Elementen, der mehrstimmige Gesang und das dominante Orgelspiel, sowie das dynamische Gitarrenspiel haben sich als Trademarks der Band manifestiert. Auch die komplexen Kompositionen sind herausragend, weswegen für mich auch der fast siebzehnminütige Titeltrack ein absolutes Highlight ist, neben dem alles überstrahlenden Jahrhundert-Hit "Lady in Black". Dieses Album sollte eigentlich in jeder anständigen Sammlung stehen, zumindest wenn man sich dem Hardrock verschrieben hat, und den progressiven Touch dieser Musik mag. (AMAZON)




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Popular Posts