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Virgin Steele - The House Of Atreus Act I




Release Info: 1999 - T&T - Full Length
Band Info: USA - 1981 - Power Metal
Bewertung: 8


Songs:

1. Kingdom Of The Fearless (The Destruction Of Troy)
2. Blaze Of Victory (The Watchmen's Song)
3. Through The Ring Of Fire
4. Prelude In A Minor (The Voyage Home)
5. Death Darkly Closed Their Eyes (The Messenger's Song)
6. In Triumph Or Tragedy
7. Return Of The King
8. Flames Of The Black Star (The Arrows Of Herakles)
9. Narcissus
10. And Hecate Smiled
11. A Song Of Prophecy
12. Child Of Desolation
13. G Minor Invention (Descent Into Death's Twilight Kingdom)
14. Day Of Wrath
15. Great Sword Of Flame
16. The Gift Of Tantalos
17. Iphigenia In Hades
18. The Fire God
19. Garden Of Lamentation
20. Agony And Shame
21. Gate Of Kings
22. Via Scara

Wenn Metal-Musiker versuchen, Theaterstücke zu vertonen, klassischen Stoff zu interpretieren oder sich Rockopern aus den Rippen zu leiern, stößt das Ergebnis nicht immer auf ungeteilte Gegenliebe. Denn oft bleibt's beim Versuch, weil der ambitionierte Musikus der Aufgabe nicht gewachsen ist, weil er schlicht Mumpitz verzapft oder weil sich die Hörerschaft überfordert fühlt. Beispiele dieser Art gab's in den letzten Jahren vor allem im Black Metal- und Gothic-Bereich, wo mit schöner Regelmäßigkeit alte Sagen und Mythen verwurstet werden, zuhauf. Bei VIRGIN STEELE liegt der Fall anders. Die klassische Vorlage (Der Fluch der Atriden) paßt inhaltlich bestens zu den dramatischen Epen der Band, wurde mit unüberhörbarer Detailverliebtheit vertont und wirkt weder kitschig noch aufgesetzt. Im Gegenteil: VIRGIN STEELE-Kopf David DeFeis hat in der Sage der Atriden den perfekten Stoff für seine Lyrics gefunden und sich musikalisch stark an der eigenen Vergangenheit - und da vor allem am Alltime-Klassiker "Noble Savage" - orientiert. Im Grunde ist "The House Of Atreus" ein reguläres, wenn auch progressiveres VIRGIN STEELE-Album geworden, das es auch in puncto Härte mit seinen Vorgängern aufnehmen kann. 74 Minuten lang zieht die Band alle Register ihres Könnens, präsentiert uns eine Hymne nach der anderen (überragend: 'And Hecate Smiled', 'Gate Of Kings', 'Kingdom Of The Fearless', 'The Fire God', 'Agony And Shame', 'Child Of Desolation' und 'Great Sword Of Flame') und hat für meinen Geschmack das Highlight des Monats abgeliefert. Mit anderen Worten: "The House Of Atreus, Act I" ist nicht nur das stärkste VIRGIN STEELE-Album seit "Noble Savage", sondern auch das originellste! (ROCK HARD 9,5 / 10)





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