Alphabet

Wrathchild - Stakk Attakk

Bildergebnis für wrathchild stakk attack

Release Info: 1984 - HMR - Full Length
Band Info: England - 1980 - Heavy Metal
Bewertung: 7,5   


Songs:

1. Stakk Attakk
2. Too Wild To Tame
3. Trash Queen
4. Sweet Surrender
5. Kick Down The Walls
6. Tonite
7. Law Abuser
8. Shokker
9. Alrite With Boys
10. Wreckless

Liebe auf den ersten Blick war es damals (1985) sicher nicht, als ich das 1984er Wrathchild-Debüt-Album bei meinem Bruder zum ersten Mal zu hören (und sehen) bekam. Meine Vorbehalte fingen schon beim Cover an, auf dem 4 wie Mädchen geschminkte Typen mit toupierten Haaren abgebildet sind. (Mein damals erster Gedanke: "ach du Schei**! Na das kann ja was werden...".) :-) Zwar gefiel mir dann der Titeltrack ("Stakk Attakk") überraschenderweise auf Anhieb ganz gut, aber den Rest der Scheibe fand ich aufgrund der doch sehr cheesigen Melodien, absolut furchtbar, weshalb ich der Scheibe (von besagtem Titelsong abgesehen) jahrelang keine zweite Chance mehr gab. Hätte ich damals eine Rezension über "Stakk Attakk" geschrieben, hätte ich sicher nicht mehr als 2 Sterne vergeben! (Im Alter von 14 / 15 Jahren ist man vielleicht nicht immer besonders objektiv. Schließlich durfte man als beinharter Metal-Fan sog. "Poser-Bands", die sich schminken und etwas "softere" Musik spielen, ja auf gar keinen Fall gut finden! :-) )

Das hier vorliegende Album wurde damals auch in vielen Magazinen, sicher auch aufgrund der ziemlich schlechten Produktion, total zerrissen. Vor allem der merkwürdig blechern wirkende Gitarrensound geriet immer wieder in die Kritik der schreibenden Zunft. Objektiverweise muss man natürlich durchaus zugeben, dass die Produktion von "Stakk Attakk" absolut nicht optimal ist! Dennoch bin ich, was den Gitarrensound angeht, der Ansicht, dass eben genau dieser Sound diese Scheibe zu etwas ganz Besonderem macht. Dieser spezielle, einzigartige Klang der Gitarre ist es, der den Sound unverwechselbar macht und den ich damals wie heute, zugegebenermaßen, irgendwie absolut geil finde! Meiner Meinung nach ist der Gitarrensound tatsächlich "schlecht, aber genau deswegen gut", so paradox sich das auch anhören mag. :-)

(Übrigens waren die nachfolgenden Alben dann leider :-) besser produziert und gerieten vermutlich schon auch deshalb noch schneller in Vergessenheit.) Heute, auch 28 Jahre nach Erscheinen der Scheibe, kann ich meine o. g. positiven Kritikpunkte nach wie vor unterschreiben! Auch heute noch macht mir der Titelsong großen Spaß und noch immer finde ich den Gitarrensound, eben weil er so richtig schön "kaputt" klingt, irgendwie großartig! Meinen riesigen Negativ-Kritikpunkt von 1985 muss ich aber zumindest teilweise revidieren: gibt man dem Album nämlich (im Gegensatz zu meiner Zeit als Teenager) eine faire (zweite) Chance, kristallisieren sich außer dem hervorragenden Song "Stakk Attakk" durchaus noch mehr Perlen auf Wrathchild's Debüt heraus. Hier sei vor allem das mindestens genauso großartige "Too wild to tame" genannt! Songs wie "Trash Queen", "Sweet Surrender", "Kick down the Walls" oder "Wreckless" sind immerhin noch als "gut" zu bewerten! Natürlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass auch nach heutigen Maßstäben ein paar richtige Ausreißer dabei sind, deren Melodien tatsächlich unerträglich kitschig sind und kaum über Kinderlied-Niveau hinaus kommen (aber wozu gibt es an jedem CD-Player eine "Skip-Taste"?). :-)

Also, mir macht "Stakk Attakk" auch im Jahr 2012 noch Spaß, auch wenn es sich hier ganz bestimmt nicht um ein 5-Sterne-Album handelt. Ich würde gerne 3,5 Sterne vergeben, da dies aber natürlich nicht geht, runde ich auf 4 Sterne auf. Zusammenfassend kann gesagt werden: wer auf partymäßigen 80er-Jahre Hard Rock steht (als Beispiel sei hier z. B. das (meiner Meinung nach schwächere) Mötley Crüe Debüt-Album "Too fast for Love" angeführt), sollte hier vielleicht mal ein Ohr riskieren! (AMAZON)





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Popular Posts