Bewertung: 8
1. Legion Of The Damned
2. Death's Head March
3. Werewolf Corpse
4. Into The Eye Of The Storm
5. Malevolent Rapture
6. Demonfist
7. Taste Of The Whip
8. Bleed For Me
9. Scourging The Crowned King
Potzblitz! Wie aus heiterem Himmel erscheinen diese Holländer auf der Bildfläche und schaffen bereits mit ihrem Debüt den Sprung in die Champions League der Death/Thrash-Community. Die Venloer „Legion der Verdammten" lässt unfassbar geile Riff-Attacken vom Stapel, die im Affenzahn die Wirbelsäule hochrasen und dabei sämtliche Nervenstränge des Körpers in Alarmbereitschaft versetzen. Sekunden später ertappt man sich beim Luftgitarrespielen, und der Schädel rotiert, als würde „Reign In Blood" intravenös verabreicht. „Slayer" ist ein gutes Stichwort: LEGION OF THE DAMNED sind ganz tief im Thrash Metal verwurzelt, klingen aber nicht zuletzt dank der wuchtigen Andy-Classen-Produktion, die auch im oberen Lautstärkebereich ohne Ende schiebt, zeitgemäß. Der Gesang von Maurice Swinkles erinnert an einen Bastard aus Schmier (Destruction) und Abbath (Immortal), in Sachen Riff-Arbeit entdeckt man Anleihen bei Slayer zu „Show No Mercy"/„Hell Awaits"-Zeiten (´Legion Of The Damned´) und Obituary (´Into The Eye Of The Storm´). Die Art und Weise, wie LEGION OF THE DAMNED ihre Einflüsse (auch technisch brillierend) zusammenfügen, ist phänomenal, ebenso das Gespür für wirklich eingängige Mitgröl-Passagen. Kurzum: ein Lehrwerk in Sachen Brutalität und Geschmack. (ROCK HARD 9/10).


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