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MSG - Built To Destroy

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Release Info: 1983 - Chrysalis - Full Length
Band Info: Deutschland - 1979 - Hard Rock
Bewertung: 7,5                 


Songs:

1. Rock My Nights Away
2. I'm Gonna Make You Mine
3. The Dogs Of War
4. Systems Failing
5. Captain Nemo
6. Still Love That Little Devil
7. Red Sky
8. Time Waits (For No One)
9. Walk The Stage

BUILT TO DESTROY ist das letzte Album aus der klassischen MSG-Phase – und eigentlich war die Band zur Veröffentlichung dieses Albums im Jahr 1983 weltweit durchaus populär und hätte auch das Potential gehabt, noch erfolgreicher zu werden… aber irgendwie kam es dann doch etwas anders, wobei natürlich Michael Schenker auch 35 Jahre später immer noch eine solide Fanbasis hat und fleißig Alben veröffentlicht… keine Frage, totsagen ließ sich der „Mad Axeman“ jedenfalls nie.

Das gesamte Album hatte seinerzeit, bei seiner Veröffentlichung, gleich mehrere Probleme – neben der bekannten Tatsache, dass sich bei MSG das Besetzungskarrussel permanent mit Vollgas drehte. Die Lebensdauer eines MSG-Lineups sollte wohl eher in Wochen als in Jahren gerechnet werden, was natürlich auch eine stetige Live-Präsenz schwer macht.

Zum einen zeigten sich MSG mit BUILT TO DESTROY enorm poppig. Das muss per se nichts Schlechtes sein, aber einige (nicht alle!) der Songs wirken dann doch etwas harmlos und sehr vorhersehbar… früheres MSG Material hatte einfach mehr Biss und Power, wodurch viele Fans der ersten MSG-Alben seinerzeit mit BUILT TO DESTROY nicht so richtig warmwurden.

Zur poppigen Schlagseite des Ganzen kommt natürlich, dass ein erheblicher Teil des Materials hörbar von Keyboarder Andy Nye mitkomponiert wurde… was dazu führt, dass die Keyboards hier sehr dominant sind und man teilweise das Gefühl hat, dass mitunter noch krampfhaft ein Schenker-Solo nach dem zweiten Refrain eingebaut werden musste, damit das jeweilige Stück ein MSG-Song wird.

Zu all dem kam der bei der Originalpressung reichlich vergurkte Mix des Ganzen – welcher auch dafür sorgte, dass das Material ziemlich zahnlos klang.

Nach 35 Jahren ist es natürlich spannend, BUILT TO DESTROY nochmals zu hören – vielleicht auch, weil es das Ende der klassischen MSG Ära war und Schenkers reichliche Aktivitäten in den letzten Jahrzehnten auch zu einem erheblichen Teil auf dem Ruf aufbauten, welcher er in mit seinen klassischen MSG-Alben erworben hat.

Ich muss gestehen: ich war eigentlich positiv überrascht, als ich BUILT TO DESTROY neulich nochmals zu Gemüte führte – die hier rezensierte remastered Edition von BUILT TO DESTROY klingt deutlich besser und dynamischer, und die Songs gehen soweit ganz gut ins Ohr. Auf dem amerikanischen Markt der frühen 80er hätte dieses Album in dem nun vorliegendem Remaster durchaus auch deutlich größere Wellen schlagen können. Das sehr eingängige „Rock my nights away“ klingt zwar in meinen Ohren immer noch ein bisschen wie der kleine Bruder von „Bat Out Of Hell“, aber ist definitiv eine autoradio-taugliche Hymne, die durchaus Spaß macht – und auch „Red Sky“ blieb mir im Ohr.

Insofern kann man BUILT TO DESTROY bescheinigen, sich zumindest nach 35 Jahren echt behauptet zu haben. In meinen Augen ist es sicherlich kein Highlight, aber ich kann gut nachvollziehen, dass viele Hörer mit diesem Album Spaß haben und es gerne hören – ein paar der Songs sind deutlich besser, als ich sie in Erinnerung hatte. (AMAZON)

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