1. Victory
2. End Of The World
3. Messiah
4. Angel's Thunder, Devil's Reign
5. Burn The Daylight
6. Heart Of A Lion
7. Armor Of Light
8. Set The World Allight
9. San Antonio
10. Caught In The Witches Eye
11. Ready To Shine
12. Raining Fire
Die neun Punkte für das 2014er RIOT V-„Debüt“ stehen nach wie vor felsenfest, „Unleash The Fire“ war die Überraschung seiner Zeit, ein wunderbares, leichtes und lockeres Heavy-Metal-Album, das nicht nur die Geschichte RIOTs vom Hardrock der frühen Tage bis zum 1990er „The Privilege Of Power“-Geniestreich komprimieren konnte, sondern vor allem mit formidablem Songwriting glänzte. Der Erfolg der Platte dürfte die Amerikaner selbst ein wenig überrascht haben, und den leichten Druck merkt man dem Nachfolger „Armor Of Light“ an, denn der Dreher klingt mit seiner homogeneren Power-Metal-Lastigkeit, die ich gar nicht mal so sehr (ausschließlich) in Richtung „Thundersteel“ drücken würde, „europäischer“ (mit dem „Bombast“-Lowlight 'Ready To Shine') und damit auch weniger spontan, so, als wolle man es der Zielgruppe unbedingt recht machen; dazu kommt ein deutlicher qualitativer Abfall hinten raus mit, man muss das leider so sagen, vier lupenreinen Skip-Kandidaten am Ende (die Bonus-Neuinterpretation von 'Thundersteel' lag uns noch nicht vor). Dennoch: Mit über 55 Minuten ist das Album lang genug, um es in „Empfehlenswert“-Regionen zu drücken, die ersten acht Tracks laufen nämlich bis auf das generische 'Messiah' haste nicht gesehen durch, eine EP mit dem flotten Opener 'Victory', der knackigen Hymne 'Heart Of A Lion', dem Midtempo-Meisterbrief 'Angel's Thunder, Devil's Reign' sowie dem zurückhaltenden (eine „richtige“ Ballade gibt's leider nicht) 'Set The World Alight' wäre sogar der Wahnsinn und würde als Achtziger-Vinyl-Eigenproduktion heutzutage mindestens 666 Euro erzielen. Sonst noch was? Ja, klar: Todd Michael Hall ist immer noch der perfekte „neue“ RIOT-Frontmann, und Mike Flyntz und Nick Lee spielen wie schon auf dem Vorgänger fast alle anderen aktuellen Gitarren-Tandems komplett an die Wand. Da muss man sich die komischen Pröttel-Bassdrums eben irgendwie schönhören... (ROCK HARD 8 / 10)


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