1. Avondland
2. Mother Europe
3. Aris
4. Fatherland
5. Season's Change (Solstice)
6. 13th Of October 1307
7. Dying In A Moment Of Splendour
8. Rise And Fall (Anno Satana)
9. The Seducer
10. Cain
Endlich haben die Belgier gerafft, daß sie mit weitgehend simplem, uninspiriertem Midtempo-Black-Metal nix reißen können. Vielleicht sind ja Fronter Gunther Theys und Co. irgendwann mal selbst beim Genuß ihrer alten Werke eingepennt und haben von einer guten Platte geträumt. Wer weiß? Jedenfalls zündet "Fatherland", weil dieses farbenprächtige, an Facetten reiche Album jenem Anspruch zumindest nahekommt, den die Band immer an sich gestellt hatte: eigenständige Originalität. Diese beginnt schon mit dem mittelalterlich angehauchten Opener, der einen vollzogenen Reifeprozeß von ANCIENT RITES bereits vermuten läßt. Griffige Tempowechsel, sehr schöne Melodien, wirkungsvoll eingesetzte Effekte wie Flöten, Oboen und Schalmeien, sowie abwechslungsreiche Drum- und Gitarrenarbeit machen das erste Drittel des Albums, speziell 'Mother Europe' und 'Aris', zu Highlights des progressiven Heavy/Black Metal, der mit Pagan-Elementen angereichert wurde. Leider können die Belgier diesen außergewöhnlich hohen Standard nicht halten. '13th Of October 1307' klingt trotz Gastflötistin zu stumpf, 'Dying In A Moment Of Splendour' wirkt wie eine Hommage an Achtziger Speed/Thrash, und 'Rise And Fall (Anno Satana)' ist mir generell zu altbacken. Richtig tollen Black Thrash präsentieren die Herrschaften hingegen mit 'The Seducer', was auch an der stimmlichen Begleitung des Impaled Nazarene-Frontchaoten Mika Luttinen liegt. Antesten! (ROCK HARD 7 /10)


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