Bewertung: 8
Klassischer US Metal aus Spanien, kann man mal machen. Mit ihrem Traditionsstahl gewinnen die Südeuropäer von KRAMP zwar keinen Innovationswettbewerb, ihr Debüt "Gods Of Death" macht dennoch gehörigen Spaß und gefällt nicht zuletzt aufgrund der starken SAVAGE GRACE-, OMEN-, LIEGE LORD- und HELSTAR-Einflüsse.
Ähnlich wie bei den Szenekollegen von CHASTAIN werden die stählernden Töne von einer Dame veredelt. Und das darf man an dieser Stelle auch sehr gerne hervorheben: In dieser eher von Männern dominierenden Sparte hebt sich Mina Walkures Stimme gut hervor und verleiht Stücken wie das vor Kraft nur so strotzende 'Walkyrie' – wie sollte es bei diesem Namen anders sein – einen ziemlichen Glanz. Im Übrigen ist das ein absolutes Highlight auf dieser Platte!
Nach der "Wield Revenge"-EP drehte sich im KRAMP-Bandkarussell noch einmal kräftig, was wohl der Hauptgrund war, warum es nach 2016 doch noch etwas ruhiger wurde. Doch nun scheint das Quintett aus Madrid in Fahrt gekommen zu sein, denn Stücke wie der rhythmische 'Underground Rebellion'-Opener, das schnelle 'Night Witches', das 'Deorum Mortem'-Chor-Zwischenspiel, aber auch das etwas aggressivere 'Assault' und das 'Leather Warrior'-Brett, bei dem es noch einmal an Fahrt aufnimmt, machen durch die Bank weg Spaß und erhalten durch einen geschmackvollen Epik-Hauch einen doch nostalgisch-schönen Anstrich. Speziell das Zusammenspiel zwischen Lead- und Rhythmusklampfe, bei der sich die zweite Dame im Hause KRAMP auszeichnen darf, harmonieren hervorragend, das macht richtig Laune.


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