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Toto - Hydra



Release Info: 1979 - Columbia - Full Length
Band Info: USA - 1976 - AOR
Bewertung: 8,5


Songs:

1. Hydra
2. St. George And The Dragon
3. 99
4. Lorraine
5. All Us Boys
6. Mama
7. White Sister
8. A Secret Love

Heute betrachten wir das Debut von Toto aus dem Jahre 1978 als gelungenes Album, doch das war damals nicht so. Toto's Debut wurde regelrecht zerrissen von der Fachpresse, die Abwechslung, die dieses Album bietet ist heute eine ihrer Stärken, in den späten 70ern wurde Toto genau deswegen kritisiert. Eines war also für Toto klar, ein eigener Sound musste her. Und da es sich bei Toto um ausschließlich Session-Musiker handelte, die einen hohen Grad an Können mit sich brachten, wandte man sich dem Progressive Rock Sound zu, der Ende der 70er Jahre schon an der Lebenserhaltungs-Maschine hang. Finanziell wurde das Album zum kleinen Desaster, gegen den Willen der Band wurde "99" - ein Lied basierend auf dem Film THX 1138 von George Lucas aus dem Jahr 1971 - als Single veröffentlicht, dessen sanfter Ton im starken Kontrast zum harten Klang des Albums stand und somit der Band den völlig falschen Anstrich gab. Die Single chartete, vom 3. Platz des Hits "Hold the Line" war man allerdings sehr weit entfernt. Dabei ist Hydra ein tolles Album, dass ich gemeinsam mit "Falling in Between", "Toto IV" und "Toto XIV" zu Toto's den besten Werken zähle.

Das Album beginnt stark. "Hydra" ist 7 Minuten lang und zeigt die progressive Facette von Toto. David Paich - auf diesem Album sehr oft als Leadstimme vorkommend - singt die Geschichte von einem bösen Drachen der eine junge Frau entführt. "St. George and the Dragon" erzählt daraufhin die Geschichte aus der Sicht des heldenhaften St. George, der besagte Dame zu retten versucht. Zwar sind hier Bobby Kimball, es ist aber Paich, der dem Lied mit seinem Klavier die spezielle Note verleiht. Dann kommt auch schon "99", Steve Lukathers einziger Gesangsbeitrag auf Hydra. Eine sehr schöne Ballade, aber mit 5:16 einfach viel zu lang, gegen Ende wirkt sie einfach nur noch gestreckt.
Dave Paich kehrt mit "Lorraine" zurück, hier wechseln sich ruhige melodische Passagen mit purem Hardrock ab, wer einen Vergleich will, sollte sich "Angela" vom Debut anhören. Beides ausgezeichnete Lieder.

LP Seite Nummer 2 beginnt mit "All us Boys" und Paichs finalem Gesangspart auf Hydra. Die Härte von "Lorraine" wird beibehalten, diesmal ist sie durchgehend. Mit "Mama" kommt das zweite von drei Highlights auf Hydra. Bobby Kimball begibt sich in Melancholisch anhauchende Bluesgebiete, seine Stimme macht diesen Song so gut. Zum Ende hin wird's nochmal härter, mit "White Sister" - einem Publikumsliebling - haben wir hier die EIGENTLICHE Single von Hydra - Steve Lukather äußerte sich dazu mal in einem Interview - und ich denke, hätte man den Kracher statt 99 rausgehauen, dann wäre Hydra erfolgreicher geworden. Mit "A Secret Love" wird's dann nochmal ruhiger aber wunderschön zum Abschluss.(AMAZON)

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