1981 durfte man auf satte Gitarren und wuchtige Tasteninstrumente setzen. Toto standen da Acts wie Journey und Survivor in nichts nach, sodass "Turn Back" meiner Meinung nach vollkommen unterbewertet ist. Es fehlt sicher das Funk-Element der Vorgänger, dafür steht Rock im Vordergrund. Toto waren aber immer in allen Stilrichtungen zuhause. Steve Lukather spielt auf "Turn Back" eine gute Gitarre. Er flangert, was 1981 nicht Alltag war. Das allein macht das Album spannend. Gut - das ist was sehr technisches: aufsplitten des Audiosignals bei der Aufnahme. Aber die Songs an sich sind gut. Toto haben damals gezeigt, dass sie auch im Rock bestehen. Erst 1992 zeigten sie das wieder. Es war eine Ausnahme-Band. Dieses Album ging 1981, warum auch immer, kommerziell unter. Dabei hatte Toto mit Live for today und English Eyes sowie Gift with a golden Gun Songs am Start, die es locker mit Journey, Heart und Survivor aufnehmen konnten. Ich mag "Turn Back". Es ist ein Rock-Album mit guten Stücken, die die frühen 1980er zeigen. Wenn ich bedenke, dass Judas Priest zeitgleich mit "Point of Entry" kommerziell Erfolg hatten, obwohl das Album für Priest ein Tiefpunkt war, dann kapier ich nicht, wieso "Turn Back" nicht ankam. Klar - ein Jahr später machten sie "Toto IV", was in Über-Ding wurde. Aber "Turn Back" bleibt ein Edelstein. Man sollte dem Album eine Chance geben, es bietet viel.(AMAZON)
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