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Blue Öyster Cult - Cultösaurus Erectus



Release Info: 1980 - Columbia - Full Length
Band Info: USA - 1971 - Hard Rock
Bewertung: 8


Songs:

1. Black Blade
2. Monsters
3. Divine Wind
4. Deadline
5. The Marshall Plan
6. Hungry Boys
7. Fallen Angel
8. Lips In The Hills
9. Unknown Tongue

"Cultösaurus Erectus" markiert einen neuerlichen Wendepunkt in der Geschichte von BLUE ÖYSTER CULT. Ich würde "Cultösaurus Erectus" als ein Übergangsalbum, weg vom Hardrock, hin zum Heavy Metal bezeichnen. Anfang der 80er nahm die NWoBHM richtig Fahrt auf, mit dabei waren auch BLUE ÖYSTER CULT.

Auf diesem Album experimentierten sie mit harten und metallischen Klängen, mischten klassischen Hardrock, Prog- und sogar Psychedelic-Elemente bei ..... die waren einfach immer schon extrem innovativ .... und vor allem kreativ und offen für Neues.
Produzent des Album war MARTIN BIRCH, der ja auch IRON MAIDEN produzierte, was ein weiteres Indiz dafür war, wohin die Band in den 80er wollte.

Wie IRON MAIDEN oder die heute klassischen NWoBHM-Bands haben sich BLUE ÖYSTER CULT allerdings nie angehört, die haben wieder mal ihr eigenes Ding gemacht, was kommerziell nicht belohnt wurde, aber eben verdammt gut war.
BLUE ÖYSTER CULT haben Trends aufgegriffen, sich aber immer ihre Eigenständigkeit bewahrt und sind nie mit dem Strom geschwommen, wie eben auch auf "Cultösaurus Erectus" zu hören ist.

Wenn sich Gitarre und Keyboard duellieren, dann hat das was von DEEP PURPLE, manchmal ein bisschen URIAH HEEP und immer wieder schlägt die aufkommende NWoBHM durch. Das mache ich vor allem an den harten und aggressiven Gitarren fest, wie sie beispielsweise bei "Hungry Boys" oder "Lips in the Hills" zu hören sind.
Auch sonst ist da eine schöne Grundhärte drin, wie gesagt, die haben 1980 einen Trend aufgenommen und damit herumexperimentiert .... ihr Ding draus gemacht. Wie experimentell und kreativ die waren, kann man bei "Monsters" gut hören, wo sie sogar Jazz-Bläser eingebaut haben. "Deadline" steht eher für die popigen 80er, da ist wirklich alles dabei, aber die Grundausrichtung geht eindeutig in Richtung Hard & Heavy.

Leider war das Album nur "mäßig" erfolgreich, in Großbritannien erreichte es immerhin Platz 12 der Albumcharts, in Deutschland fanden die nach wie vor nicht statt. Deshalb war es auch extrem schwer Platten von denen zu bekommen, selbst die rar gesäten Plattenläden die Rock und Hardrock überhaupt führten, hatten BLUE ÖYSTER CULT nur selten im Angebot.

Ich mag das Album, heute sogar mehr als damals, weil inzwischen neben seiner musikalischen Klasse, auch noch ein nostalgischer Charme von ihm ausgeht. Das Album steht musikalisch für die 80er, vielleicht mehr als jedes andere, weil es eben verschiedenste Strömungen in sich vereint.

Eigentlich würde ich empfehlen das komplette Album anzuhören, die CD einlegen, Anlage aufdrehen .... und Ohren anlegen! Das Teil rockt wie verrückt und wer auf Hard & Heavy aus der Zeit steht, der sollte hier doch auf seine Kosten kommen .... die Scheibe ist nahezu perfekt!
Wer sich unbedingt davon überzeugen will, der kann ja mal beim genialen Opener "Black Blade", "The Marshall Plan", "Lips in the Hills" und dem feinen Rocker "Fallen Angel" reinhören, die sind schon herausragend.

Mein Fazit: Wie kreativ und innovativ BLUE ÖYSTER CULT in jeder Phase ihres Schaffens waren, zeigen sie auf "Cultösaurus Erectus" wieder mehr als deutlich. Wieder einmal haben sie herumexperimentiert, Trends aufgenommen und sich ein neues musikalisches Gewand geschneidert.

Ich würde "Cultösaurus Erectus" als ein Übergangsalbum von Hardrock zu Heavy Metal bezeichnen, zumindest ist es ein Album mit dem sich BLUE ÖYSTER CULT neu erfunden haben. Geniales Album - meine unbedingte Empfehlung.(AMAZON)


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