1. Love Leads To The Madness
2. Boys In The Band
3. You Love Another
4. Gatecrash
5. Games
6. Back To The Trenches
7. Dream On
8. Lonely In The Night
9. Preservation
10. Take The Rap
11. Mexico
Nach den eher poppigeren beiden Vorrgänger schauten die schottischen Jungs von Nazareth anno 1982 noch einmal ein wenig zurück und besonnen sich auf ihre Wurzeln, mehr Rock als Pop war jetzt die Devise. So ganz loslassen konnte man den Adult Oriented Rock à la Foreigner dann doch nicht, aber herausgekommen ist ein Album, welches unglaublich viefältig ist, aber auch wieder ziemlich rockig an einigen Stellen, und stets bewegen sich die Songs auf hohem Niveau.
Schon der gefällige Opener "Love Leads to Madness" im AOR-Gewand funktioniert prima, ist eingängig und nett arrangiert, was auch die Single Chartplatzierungen bestätigen. Der nächste Song "Boys in the Band" geht richtig nach vorne und hätte auch ohne weiteres auf Alben wie "Expect No Mercy" gepasst. Track 03 "You Love Another" hat ein wenig was von Phil Collins, den hallenden Drumsound hat man auf jeden Fall hier geklaut, plus Arrangement von Nazareth und fantastischem Gesang von DanMcCafferty. Ganz gut, aber irgendwie auch komisch.
Ein absolutes Highlight ist der Song "Back to the Trenches", der fast schon so hart rockt wie im Heavy Metal Bereich. Erinnert fast ein wenig an Judas Priest. McCafferty's aggressive Vocals und der krasse Text sind einfach genial, eine seiner besten Leistungen in der Bandgeschichte. Absoluter Hammer-Track!
Nach dem Sturm folgt die Ruhe. Song Nr. 7 ist die Hitsingle "Dream On", die vielen bekannt sein dürfte. Ich finde, es nach wie vor eine großartige und wunderschön ehrliche Rockballade, die ich jedes Mal wieder gerne höre. Von Abnutzungserscheinungen keine Spur. "Lonely in the Night" beginnt sehr merkwürdig, wird dann aber ziemlich angenehmen AOR-Popsong, mit einem sehr schönen Refrain. "Preservation" ist wieder etwas flotter, baut Atmosphäre auf und ist auch sonst ziemlich heavy.
Zweites Highlight ist ganz klar "Take The Rap", der wieder dermaßen noch vorne losrockt, als wäre man wieder in den 70ern zu Glanzzeiten der Band. Schnell, hart und eingängig. Klasse!
Zum Schluss kommt noch der Song "Mexico", eine folkige Nummer mit Anleihen zum New Age und vielleicht eine Widmung an ihre schottische Heimat. Sehr schön arrangiert.
Insgesamt ein sehr abwechslungsreiches Album, mit starken Nummern und sehr gut arrangiert Songs, die nicht langweilig werden. Produzent war wieder Gitarrist Manny Charlton, der hier Gott sei Dank eine eher trockene 80er Produktion hinlegt als so manch andere Rockgruppe. Das macht das Album um einiges erträglicher. Leider nahm diese Intention mit den Nachfolgern stetig ab und fand seinen traurigen Höhepunkt bei "The Catch" 1984.(AMAZON)
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