1. Witchdoctor Woman
2. Dear John
3. Empty Arms, Empty Heart
4. I Had A Dream
5. Red Light Lady (Part 1 & 2)
6. Fat Man
7. Country Girl
8. Morning Dew
9. King Is Dead
Die späten 60er und frühen 70er brachten jede Menge Bands hervor, die heute völlig zu Recht den Kultstatus tragen. Neben DEEP PURPLE, LED ZEPPELIN, URIAH HEEP oder BLACK SABBATH, gehören auch die Schotten von NAZARETH zu den Bands, die den Hardrock in dieser zeit nachhaltig geprägt haben.
Das aller Anfang schwer ist, mussten auch NAZARETH erfahren, 1966 gegründet, tingelten sie zunächst als Coverband unter dem Namen THE SHADETTES über die Insel, bevor sie sich 1968 dazu entschlossen eigene Sachen zu machen.
Zu Frontmann DAN McCAFFERTY, Bassist PETE AGNEW und Schlagzeuger DARRELL SWEET, gesellte sich Gitarrist "MANNY" CHARLTON und die band benannte sich in NAZARETH um.
1971 veröffentlichten sie dann ihr erstes Studioalbum, mit nur mäßigem Erfolg, wie gesagt, aller Anfang war schwer.
Das NAZARETH noch auf der Suche nach "ihrem" Stil waren, belegt dieses Debütalbum sehr eindrücklich, denn neben klassischen Hardrock, gibt es auch Progressiven Rock, Blues, Folk und modernen Pop-Rock zu hören.
Zu den klassischen Hardrock-Nummern gehört beispielsweise der Opener "Witchdoctor Woman", das schwer schleppende "Fat Woman" erinnert ein wenig an BLACK SABBATH, die Ballade "Country Girl" ist, wie der Titel es bereits verrät, reinster Country- oder Folk-Rock.
Schon sehr früh unterlegten NAZARETH ihre Musik mit Streichern, die Ballade "Red Light Lady" ist sicherlich ein Album-Highlight. Erzählt wird darin die Geschichte einer Prostituierten zu einem Freier, ein Thema, das selbst für die frühen 70er noch sehr gewagt war.
Auch bei der abschließende Ballade "The King is Dead" kamen Streicher zum Einsatz, es ist immer wieder überraschend, wie mutig und kreativ die Bands in diesen Jahren waren.
Die Singleauskopplung "Morning Dew" gehört bis heute mit zum Besten, was die Schotten jemals rausgebracht haben, wenngleich das Ding in der Zeit kein großer Erfolg war. Der stoische Bass treibt die Band unermüdlich an, der atmosphärische Gesang von McCAFFERTY ist grandios, das ist erstklassiger Prog- oder Psychedelic-Rock, der mich schon immer ein wenig an "The DOORS" erinnert hat.
Auch die andere Singleauskopplung war nicht sonderlich erfolgreich, dabei ist "Dear John" eine richtig feine Rocknummer, durch das Piano geprägt und mit leichten Blueseinflüssen versehen, gehört sie mit Sicherheit zu den besten Nummern dieses Albums.
Anspieltipps? Gibt es nicht, das komplette Album ist absolut hörenswert, es sprüht nur so vor Kreativität und Abwechslungsreichtum, für mich ist es definitiv ein Klassiker, auch wenn es kein kommerzieller Erfolg war. Bei diesem Album bewahrheitet es sich wieder einmal, dass man Klasse nicht immer am kommerziellen Erfolg festmachen kann.
Mein Fazit: Mit ihrem Debütalbum haben NAZARETH seiner Zeit sicherlich nicht viel Geld verdient, aber sie haben ein Album geschaffen, das sehr viele Musiker inspiriert hat.
Stilistisch regiert die Vielfalt, NAZARETH waren noch nicht festgelegt und bedienen fast jedes "Untergenre", sie waren definitiv noch auf der Suche ihrem eigenen Sound.
Ich finde das Album einfach wunderschön, mir gefällt die Vielfalt, damals hörten sich NAZARETH noch frisch und unverbraucht an, sie waren extrem kreativ und mutig. Wer auf authentischen Hardrock aus den frühen 70ern steht, der sollte sich dieses Album unbedingt zu Gemüte führen, eigentlich gehört es in jede Anständige Sammlung. (AMAZON)
:format(jpeg):mode_rgb():quality(40)/discogs-images/R-4191504-1395067873-6247.jpeg.jpg)
:format(jpeg):mode_rgb():quality(90)/discogs-images/A-253882-1520712289-6554.jpeg.jpg)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen