1. Mama Nature Said
2. The Hero And The Madman
3. Slow Blues
4. The Rocker
5. Vagabond Of The Western World
6. Little Girl In Bloom
7. Gonna Creep Up On You
8. A Song For While I'm Away
Trotzdem war auch dieses Album kommerziell nicht sehr erfolgreich, obwohl mit "The Rocker" einer der besten LIZZY-Songs mit drauf ist. PHIL LYNOTT unterstrich auf diesem Album erstmals ganz deutlich, was für ein genialer Musiker er war, das deutete sich bereits auf den Vorgängern an, hier ging er endlich voll aus sich raus.
Seine charismatische Art zu singen fiel schon auf "Thin Lizzy" und "Shades of a Blue Orphanage" auf, hier hat er noch eine Schippe draufgepackt. Er verleiht den Songs Ausdruck und Seele, das ist schon phänomenal und sehr beeindruckend.
"The Rocker", "Gonna Creep up on you", "The Hero and the Madman" und "Mama Nature Said" wären dann auch meine Anspieltipps, grundsätzlich gilt aber, dass "Vagabonds of the Western World" ein richtig launiges Frühwerk der Iren ist. Das "Irische" schlägt beim Titelsong voll durch, der mir vor allem wegen seiner abwechslungsreichen Melodie so gut gefällt, das ist wirklich ganz großes Kino.
1973 feierten THIN LIZZY mit "Whiskey in the Jar" einen großen Erfolg, der Song stieg bis auf Platz 6 der britischen Charts. Dieser Hit erschien nie auf einem offiziellen Album der Band, erst später dann auf verschiedenen Releases als Bonustrack, so wie beim Vorgänger "Shades of a Blue Orphanage" und auch "Vagabonds of the Western World". Auf der hier vorliegenden CD ist die Nummer also drauf, ebenso wie die damalige B-Seite "Black Boys on the Corner".
Im Anschluss an dieses Album verließ dann Gitarrist ERIC BELL die Band, ihm passte die kommerziellere Ausrichtung der Band nicht, auch seine Alkoholprobleme sollen ein Grund gewesen sein. Nach einem Konzert am 31.12.1973 gab die Band die Trennung bekannt, einen Tag präsentierten sie mit GARY MOORE bereits seinen Nachfolger.
Mein Fazit: "Vagabonds of the Western World" ist das erste Album bei dem sich THIN LIZZY eindeutig zu einem klaren Stil bekannten. Das Album tendiert ganz klar zum Hardrock, daran gibt es gar keinen Zweifel. Ihre Blues- und Folk-Wurzeln kann man noch heraushören, ansonsten haben sie mit dem wirren Stilmix der Vorgänger gründlich aufgeräumt. Wer auf guten, alten Hardrock aus den frühen 70ern steht, der ist hier gut aufgehoben ... LIZZY-Fans sowieso. (AMAZON)
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