1. The Graveyard
Kühnemund hatte durchaus recht, als er in seiner Kritik zum neuen Mercyful Fate-Album schrieb, daß KING DIAMOND noch nie eine schwache Platte abgeliefert hat - egal ob mit der gleichnamigen Band oder mit Mercyful Fate. Bleibt also die Frage, ob "The Graveyard" einfach nur gut oder eher genial ist. Nun, ich tendiere zu letzterem und würde diese Scheibe gleich hinter "Conspiracy" und "Abigail" einreihen. Der unschlagbare Vorteil an diesem Album ist, daß die Songs allesamt äußerst eingängig sind. Während auf dem neuen Fate-Album die Musiker und ihr großartiges Können etwas im Vordergrund stehen, arbeitet bei KING DIAMOND das Gitarrenduo La Rocque/Simonsen sehr viel banddienlicher. Das ganze Album wirkt kompakter und hat mit 'Heads On The Wall' oder auch 'I'm Not A Stranger' echte Ohrwürmer am Start. Richtig abgefahren geht's dann gegen Ende der CD und der dazugehörigen Horrorstory zu: Da können sich die Musiker so richtig austoben, und der King schreit sich die Seele aus dem Leib. Sehr psychedelisch, das Ganze! "The Graveyard" ist also ein sehr abwechslungsreiches Scheibchen geworden, das ich persönlich dem neuen Fate-Longplayer vorziehe. Aber das ist dann schon wieder eine Frage des Geschmacks...(ROCK HARD 9,5 / 10)


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