1. Good To See You
Ich bleibe auch heute noch dabei: Wäre Bruce Dickinson damals nicht ausgestiegen, wäre die Band heute wahrscheinlich eine der festen Größen im britischen Metal-Zirkus. "Head On" und "Shock Tactics" sind auch heute noch zeitlose Klassiker, an denen sich natürlich auch "Refugee" messen lassen muß. Doch damit nimmt man der Scheibe von vornherein alle Chancen, denn die Zeiten haben sich geändert. Vom Kultstatus ist ein Paul Samson heutzutage genauso weit entfernt wie Götz von einer Abmagerungskur, abgesehen davon haben die letzten Jahre die Band SAMSON durch viele Wechselbäder geschleudert. So hat Paule überwiegend neue Musiker dabei, was dem Bandgefüge natürlich keine Stabilität vermittelt. So klingt diese Scheibe dann auch - der rote Faden fehlt, vielmehr quält sich die Band über die Runden. Da sind dann mit 'Look To The Future' und dem eingängigen 'The Silver Screen' zwei mehr oder weniger beachenswerte Tracks dabei, die fast an glorreiche Zeiten erinnern. Damit hat es sich aber auch schon, denn die restlichen 30 Minuten sind belanglose, überwiegend stinklangweilige 08/15-Nummern, die ihre Berechtigung suchen. Mit der großen Legende der frühen '80er hat diese Scheibe auf jeden Fall nicht mehr viel gemeinsam. Schade. (ROCK HARD 6 / 10)


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