1. The Dreaming City
Die Italiener von DRAKKAR sind nun auch schon eine halbe Ewigkeit unterwegs und liefern beständig starken Power Metal der europäischen, eher deutschen, Spielart ab. Daran hat sich auch auf dem neuen Album "Chaos Lord" nichts geändert, vielmehr ist es einer der stärksten Einträge in der Bandgeschichte.
Das wird nach dem bombastischen Intro direkt klar, wenn mit 'Lord Of A Dying Race' einmal mehr Elric von Melniboné besungen wird. Was bei den Landsmännern von DOMINE funktioniert, klappt auch hier perfekt und kommt im direkten Vergleich eine ganze Stufe räudiger daher. Hauptgrund hierfür und absolutes Aushängeschild der Band ist Sänger Davide Dell'Orto, dessen raues Organ alle Songs dominiert. Dazu kommt jedoch insgesamt eine raue Produktion und ein klarer Fokus auf die Riffs von Dario Beretta und Marco Rusconi, die beide auch bei den tollen Epic Doomern CRIMSON DAWN aktiv sind, wie auch Keyboarder Emanuele Lagi, der dort jedoch mehr Freiheiten hat als auf "Chaos Lord".
Danach geht es im Prinzip konstant so weiter, straighter Metal, druckvoll inszeniert mit mächtigen Refrains, die man gern mitsingt. Mal etwas mehr in Richtung IRON MAIDEN schielend wie bei 'Through The Horsehead Nebula', dann wieder mehr auf den Spuren deutscher Bands wie CHINCHILLA, an deren Alben mich "Chaos Lord" immer wieder erinnert.


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