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Cardiant - Midday Moon



Release Info: 2005 - Underground Symphony - Full Length
Band Info: Finnland - 2000 - Power Metal
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Royal Stranger
2. Falconeye
3. In Anger
4. Midday Morn
5. Light 'n' Smoke
6. Raining (Part 1)
7. Already Known
8. Lost In The Thunder
9. The Hackneyed Dream
10. Etyde Light
11. Chance To Change
12. To Ber
13. Raining (Part 2)

Wer sagt, dass die verträumten Power Metal-Alben die besten (und wirkungsvollsten) sind, der… hat zweifelsohne Recht. Doch wie definiert man jenes verträumte, welches auch der 2005’er Produktion MIDDAY MOON von CARDIANT innewohnt ? Vielleicht sollte man es um einige Adjektive erweitern, wie etwa: poetisch, reflektierend, atmosphärisch; erhaben. Genau so klingt das vorliegende, 13 Titel starke Album – und zwar von der ersten bis zur letzten Minute. 

Dabei haben CARDIANT beileibe keine gewöhnliche Bandentwicklung und -Historie vorzuweisen. Es ging doch ein wenig drunter und drüber – angefangen bei Label- und Veröffentlichungsproblemen, über zahlreiche Demos und Promo-Scheiben (dessen Sinn sich nicht immer erschließt) bis hin zu merkwürdigen Besetzungswechseln ist so gut wie alles vertreten. In Bezug auf das Debütalbum MIDDAY MOON hat das gleich mehrere Auswirkungen: tatsächlich wurde es nur in Japan offiziell veröffentlicht – in Europa blieb das Release aufgrund von Label-Schwierigkeiten aus. Und: da man zum Zeitpunkt der Aufnahmen über keinen festen Sänger im Line-Up verfügte (zuvor war es Tuomas Helander), engagierte man kurzerhand einen Session-Sänger namens Janne Saksa. Interessanterweise hat eben das aber keine nachteiligen Folgen in Bezug auf MIDDAY MOON als Gesamtwerk – eher im absoluten Gegenteil.

Was könnte man besser machen auf einem Album wie MIDDAY MOON, das dem geneigten Hörer satte Power Metal-Kost der allerersten Güteklasse serviert ? Wahrlich, nicht viel. Die Länge des Albums ist genau richtig, es gibt ausreichend Abwechslung, gleich mehrere Titel könnten als eigenständige, repräsentative Hymnen fungieren. Als einzigen Kritikpunkt, und das ist schon etwas schade; könnte man die noch etwas durchwachsene Produktionsqualität anführen. So ganz glasklar und druckvoll wie es diesen Titeln gebühren sollte, kommen sie nicht rüber. Etwas unglücklich in diesem Zusammenhang ist auch, dass CARDIANT ihre Kompositionen wahrlich voll ausschmücken, sodass es einstweilen etwas schwerfällt die einzelnen Elemente (die auch mal etwas ’schepprig‘ klingen können) auseinanderzuhalten. Würde dieser Fakt den Hörgenuss nicht doch etwas schmälern, wäre eine volle Wertung absolut drin gewesen. So reicht es immer noch zu einer Empfehlung – vielleicht sogar als eines der ambitioniertesten und besten Power Metal-Alben aller Zeiten. Ein absoluter Geheimtipp ! (POWER OF METAL 10 / 10)




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