1. The End
Es ist manchmal schon bizarr: Mitte der Achtziger, als ATTACKER mit dem guten „Battle At Helm´s Deep"-Album debütierten, echauffierte sich nahezu die gesamte Metal-Szene (inkl. der Presse) über die enorm hohen, sirenenartigen Vocals von Bob Mitchell. Jetzt ist der Mann erneut bei ATTACKER eingestiegen, und alle jubeln, als hätten sie ´nen Sechser im Lotto. So ein Blödsinn. Aber nicht, dass ich falsch verstanden werde: Ich mochte den Gesang von Bob schon immer. Seine plombenzerstörenden Schreie machen auch auf „Soul Taker" mächtig was her und passen nach wie vor prima zum durch und durch old-schoolig klingenden Material. Leider fehlen ein wenig die absoluten Höhepunkte; der Großteil des Albums bewegt sich auf einem recht hohen, aber eben nicht spektakulären Niveau. Zudem hat man die beiden schwächsten Songs der Scheibe - ´Forgotten´ und das mit einem furchtbaren Refrain ausgestattete ´Sleepy Hollow´ - an die Positionen zwei und drei geparkt. Das erleichtert den Einstieg nicht gerade, ändert aber nichts daran, dass die ordentlich produzierte „Soul Taker"-CD alles in allem gut mundendes Futter für sämtliche Headbanger sein dürfte, die Mittachtziger-US-Metal nach wie vor auf den täglichen Speiseplan setzen. Bon apetit!(ROCK HARD 7,5 / 10)


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