Ich hatte insgeheim befürchtet, dass mir Soundcheck-Boss Albrecht die Kritik der neuen FLOTSAM AND JETSAM aufs Auge drückt. Versteht mich bitte nicht falsch, ich LIEBE die ersten beiden Scheiben der Speed-Metal-Pioniere aus Phoenix, Arizona, „Doomsday For The Deceiver" und „No Place For Disgrace" (1986 bzw. ´88), und ihr letztes Album „The Cold" (2010) war eine der positivsten Überraschungen der letzten Jahre. Leider können FLOTSAM AND JETSAM mit dem Nachfolger - übrigens das elfte Studioalbum ihrer Karriere - das hohe Niveau aber nicht halten. Zwar ist „Ugly Noise" kein Rohrkrepierer, aber vor allem in puncto Songwriting ist die Scheibe ein Rückschritt gegenüber dem Vorgänger, denn es fehlen Burner wie die großartige Halbballade ´Better Off Dead´, das epische ´The Cold´ oder das eingängige ´Blackened Eyes Staring´. Hinzu kommen der für meinen Geschmack erneut etwas zu trockene und spartanische Sound sowie das Fehlen von zwei, drei richtigen Speed-Granaten wie weiland in den goldenen Achtzigern. Immer nur Midtempo ist auf die Dauer doch etwas fad. Auf der Habenseite stehen einige durchaus gelungene Tracks (u.a. die getragenen ´Run And Hide´ und ´Rabbits Foot´ sowie das vergleichsweise flotte ´Gitty Up´), das sehr stilvolle Albumcover und - wie immer - Eric A.K.s charakteristischer Gesang, der mir auch nach 27 Jahren noch wohlige Schauer über den Rücken jagt. (ROCK HARD 7,5 / 10)
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