In Japan sind sie Chartstürmer - in Europa kaum mehr als ein Insidertip: die Briten TEN, die mit "The Robe" zum dritten Mal zuschlagen. Im Vergleich zum Vorgänger "The Name Of The Rose" präsentiert sich die Band, die zu Teilen aus den Melodic-Rockern Dare hervorgegangen ist, etwas härter und bewegt sich stilistisch zwischen eingängigem AOR und sattem Heavy Rock. Auffallend ist dabei die Überlänge vieler Stücke, die auf das komplexe Songwriting zurückzuführen ist. Hier sind keine lauen Radio-Rocker mit Nummer-Sicher-Mentalität am Werke, sondern echte Künstler, die den Großteil ihrer hardrockenden Kollegen locker in die Tasche stecken. Obwohl alles Tiefgang hat und nichts zu poppig oder flach klingt, haben es TEN geschafft, Ohrwurm an Ohrwurm zu reihen. In den Achtzigern hätten TEN mit einer solchen Scheibe weltweit den Sprung in die erste Liga geschafft - heutzutage erkennen nur noch eingeweihte Kreise ihre Klasse. Wenn ihr dazugehören wollt, müßt ihr zugreifen. (ROCK HARD 8,5 / 10)
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