1. Legend
Dass Italien insbesondere in puncto Power Metal mehr Masse als Klasse zu bieten hat, dürfte sich mittlerweile bis in den letzten Winkel unserer Galaxis herumgesprochen haben. Selbst wenn viele dieser Bands ihre Instrumente leidlich beherrschen, zeichnen sich mindestens 90 Prozent davon vor allem durch einen eklatanten Mangel an Originalität aus. Nirgendwo gibt es mehr dreiste Trittbrettfahrer als zwischen Turin und Neapel, Rom und Mailand. Häufig kopiert, doch nie erreicht wurde in der Vergangenheit mit Helloween, Stratovarius, Blind Guardian, Gamma Ray und Edguy hauptsächlich die Elite der Bombast-Liga. Aber auch hoffnungslos überbewertete Gruppen wie Hammerfall haben auf dem Apennin Verehrer, wie sich anhand des DRAGONHAMMER-Erstlings „The Blood Of The Dragon" nur schwerlich überhören lässt.
Vor diesem Hintergrund klingt das von der Plattenfirma als Verkaufsargument ins Feld geführte „härteste Power/Epic Metal-Debüt der letzten Jahre" noch lächerlicher. Zumal „Drachenhammer"-Gitarrero Max Aguzzi ebenso wie Joacim Cans als Sänger ´ne glatte Fehlbesetzung ist, das mitunter spinettartige Geklimper von Timestorm-Keyboarder Alex Valdambrini mächtig an den Nerven zerrt und kreuzbrave Schmonzetten wie ´Scream´ oder ´In Your Eyes´ und von vorne bis hinten bei Hammerfall abgekupferte Kompositionen wie der flinke Opener ´Legend´ einfach zu wenig Klasse und Power mitbringen.


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