Bewertung: 7,5
1. Bastard Chain
Wo er Recht hat, hat er Recht! Es kommt zwar nicht oft vor, dass ich mit dem Verfasser der im letzten Heft abgedruckten "Kriegserklärung an den Power Metal" (huargh!) konform gehe, aber die in selbiger Ausgabe von Krachpapst Mühlmann im SOILWORK-Studioreport gefällten Statements kann ich bedenkenlos unterschreiben. Die im klassischen Todesblei verwurzelten und mit zahlreichen Techno-Thrash-Anleihen jonglierenden Schweden haben es mit "A Predator's Portrait" tatsächlich geschafft, eine akustische Granate einzusemmeln, die die in allen Belangen bislang überzeugendste Synthese von klassischem Göteborg-Metal à la In Flames und knackig-groovigen Thrashsounds der Marke Raise Hell darstellt. Dass die Chose hier und da klangliche Anleihen bei Fear Factory und Co. nimmt, ist auch kein Fehler und sorgt mächtig für Abwechslung. Der größte Pluspunkt indes ist die Tatsache, dass SOILWORK im direkten Vergleich die besseren, weil packenderen Songs im Gepäck haben und gleichzeitig auch um einiges melodiöser und (!) härter zur Sache gehen. Ein Widerspruch? Mitnichten! Hört einfach mal in Hämmer wie den brettharten Opener 'Bastard Chain', das alles killende 'Like The Average Stalker' (Hit!), das fetzige 'Needlefeast' oder die - mit dezent eingestreuten Keyboardsounds und leichtem VoiVod-Touch versehenen - atmosphärischen 'Neurotica Rampage' und 'Structure Divine' sowie die Melodic-Brechstange 'Shadowchild' (Hit again!) rein, und ihr werdet mir Recht geben. Zuvor solltet ihr jedoch die Sicherheitsgurte anlegen, sonst kann es passieren, dass euch die wuchtige Produktion aus den Latschen fegt und an die Wand nagelt! "A Predator's Portrait" ist jedenfalls für meinen Geschmack ganz klar das Album des Monats und gehört in jede auf Qualität bedachte Hartwurst-Sammlung. Kaufen! Aber dalli! (ROCK HARD 9 / 10)


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