Neues Label, neues Glück - das den Polen auch zu wünschen ist, haben sie doch sowohl auf Platte ("Pandemonic Incantation") als auch live bewiesen, daß sie neben Vader die wichtigste osteuropäische Prügeltruppe sind. Mit "Satanica", ihrem vierten Album, sagen sich Nergal und seine Mannen deutlich vom Black Metal nordischer Prägung los, um eine Metamorphose mit heftigstem Death Metal einzugehen. Die Klampfen wurden etwas tiefer gestimmt, das Drumming klingt wuchtiger, und ein blackmetallischer Heiserkreisch-Batzen war Nergal sowieso noch nie. Ab und an verfällt man noch in kaltes ICE-Geklirre, aber schmissiges, kraftvolles Midtempo-Geriffe macht auf dieser Platte das Salz in der Suppe aus. Klasse Musiker. Wenn sie sich bei einigen Blastausbrüchen in songwriterischer Hinsicht noch etwas weniger verzettelt hätten, wäre diese Scheibe nicht "nur" gut. Freunde leichenfarbener Schminke können aber ebenso zugreifen wie Todesröchel-Fanatiker. (ROCK HARD 7,5 / 10)


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