1. Catastrophe
Wer sich auf der Facebook-Seite des kalifornischen Quartetts die aufgelisteten Bands in der Rubrik „Künstler, die wir gut finden“ anguckt, weiß genau, was hier gespielt wird: Alte Schule galore. Bereits seit 2002 aktiv, hat der Haufen einige Besetzungswechsel über sich ergehen lassen müssen. An der generellen Ausrichtung hat sich über die zwei Demos und drei Alben hinweg nichts geändert: „Alles, was nach 1988 veröffentlicht wurde, taugt nichts!“ – so könnte Fueled By Fires Credo lauten. TRAPPED IN PERDITION hört sich genau so an. Der Sound geht durchaus als „räudig charmant“ durch den TÜV, ansonsten kann der Vierer wenig Erhellendes abliefern. In Sachen Songwriting präsentieren sich Fueled By Fire nicht besonders innovativ – das ist bei einer bewusst auf „alt“ getrimmten Kapelle zu tolerieren, wenn, ja, wenn sie wenigstens die ein oder andere große Hymne am Start hat. Aber Fehlanzeige. Darüber hinaus ähnelt sich das Song-Material durchgehend über Gebühr, und Sänger (sowie Lead-Gitarrist) Rick Rangel nennt leider alles andere als eine ausdrucksstarke Stimme sein Eigen. Genauer definiert: Herr Rangel führt, schwadronierend zu billigsten Texten, in einer einzigen Tonart durchgehend nervig durch das Programm. Dabei kann kein Hörspaß aufkommen. (METAL HAMMER 3 / 7)


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