1. Girls, Girls, Girls
Einst die skandalträchtigste Band dieses Planeten schafften es MÖTLEY CRÜE zeitweise, sich öffentlich komplett zu demontieren bis hin zu einem Punkt, an dem die Musiker nur noch per Anwalt miteinander sprachen. Umso beeindruckender, dass den Kaliforniern ein erfolgreiches Comeback glückte. Zwar machten die Herren selbst keinerlei Hehl daraus, dass es ihnen dabei mehr ums Geld denn um die Gesellschaft des jeweils anderen ging, aber gerade diese Ehrlichkeit machte ihre Rückkehr wohl auch für viele glaubwürdig. Das Geschäftsmodell scheint aufgegangen zu sein und MÖTLEY CRÜE sind nicht mehr – ihr letztes Konzert spielte die Truppe am 31. Dezember 2015 in ihrer Heimatstadt und hielt das ganze im Konzertfilm „The End – Live In Los Angeles“ fest. Dass sich eine Band zum Ende ihrer Karriere noch einmal ausgiebig selber feiert, ist durchaus verständlich und weil ursprünglich tatsächlich fürs Kino produziert ist „The End – Live In Los Angeles“ auch entsprechend filmreif in Szene gesetzt – ein echter Konzertfilm eben. Visuell und produktionstechnisch kann man MÖTLEY CRÜE also absolut keinen Vorwurf machen, denn man muss es den Kaliforniern einfach lassen: Ihre Shows waren selbst zum Schluss so groß wie zu ihren Hochzeiten und so bietet „The End – Live In Los Angeles“ ein der größtmöglichen Rockshows überhaupt. PINK FLOYD ließen einst auf der Bühne eine Messerschmitt in eine Wand rauschen und bei MÖTLEY CRÜE fährt halt das Schlagzeug Achterbahn – there’s no business like show business. Zusätzlich zum visuellen Vergnügen von „The End – Live In Los Angeles“ gibt es den Auftritt noch einmal auf CD, wobei der Sound auch hier vollkommen in Ordnung geht – obendrein ist es hier nicht ganz so offensichtlich, dass die Akustikgitarre von Vince Neil augenscheinlich vom Band kommt. Das Bluray-Paket inklusive CD kommt zudem mit einem überaus schmucken Hardcover-Booklet, das mit ganzseitigen Hochglanz-Fotos vom Konzert-Abend überzeugt. (METAL1)


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