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Rush - Roll The Bones



Release Info: 1991 - Atlantic - Full Length
Band Info: Kanada - 1968 - Progressive Metal
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Dreamline
2. Bravado
3. Roll The Bones
4. Face Up
5. Where's My Thing? 
6. The Big Wheel
7. Heresy
8. Ghost Of A Chance
9. Neurotica
10. You Bet Your Life

Dieses Album ist wieder sehr kontrovers zu betrachten. Einerseits bietet es herrliche Songs und neue Elemente, andererseits gibt es aber auch sehr belanglose Kompositionen auf diesem Werk. Grund dafür war sicherlich die Uneinigkeit innerhalb der Band. Da gab es Gerüchte über große zwischenmenschliche Spannungen auf der Welttournee usw. Los geht es mit "Dreamline" einem musikalischen wie auch textlichen Leckerbissen. Herrlich Konfus, rockig flott, trotzdem aber eingängig. Verstärkt wurden wieder Keyboards und Synthesizer eingesetzt. "Bravado" erinnert stark an die Songs auf "Presto", steht es doch in einer Linie mit Songs wie "Anagram" oder "Hand Over Fist". Gute Melodien denen leider der letzte Kick fehlt. "Roll The Bones", das Titelstück, lebt durch die grandiose Schlagzeug und Bass Arbeit. Sehr ungewöhnlich ist, dass man sogar einen an Rap erinnernden Sprechgesangpart mit eingebaut hat. Das klingt sehr gut! Doch schon gehts los. "Face Up" ist noch sehr flott und spielfreudig angelegt, kann durch eine gelungene Melodieführung noch Akzente setzen. Das jazzig angehauchte Instrumental "Where's My Thing" kann nur noch im Ansatz begeistern. Schade, da hätte mehr draus werden können, insbesondere weil das Drumming große Klasse ist. "The Big Wheel" beginnt noch ganz interessant, verkommt aber leider zu einem sehr belanglosen Rock-Song. Auch "Heresy" klingt wie schonmal gehört. Der Song plätschert dahin und kommt einfach nicht auf den Punkt. "Ghost Of A Chance" ist durch seine balladesken Parts durchaus noch empfehlenswert, aber auch eher ein schwacher RUSH Song. "Neurotica" bietet einige geniale Bassparts von Lee. Die Melodien sind jedoch auch schnell abgenutzt. "You Bet Your Life" ist wieder sehr richtungslos. Dem Album merkt man die Unentschlossenheit der Musiker an. Nicht annähernd kommt man an die Klasse der 80er Alben heran. RUSH bewegen sich mit diesem Album im musikalischen Niemandsland, irgendwo zwischen gut und böse. Handwerklich gut gespielte Rockmusik ist es allemal, was die Musiker bieten, aber zum intensiven Hören fehlt einfach die Tiefe. Zwei wirklich gute Songs hat man mit "Dreamline" und "Roll The Bones" zwar parat, aber für RUSH Verhältnisse ist das einfach zu wenig.(BABYBLAUE SEITEN)


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