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Theatre Of Tragedy - Theatre Of Tragedy



Release Info: 1995 - Massacre - Full Length
Band Info: Norwegen - 1993 - Gothic Metal
Bewertung: 8


Songs:

1. A Hamlet For A Slothful Vassal
2. Cheerful Dirge
3. To These Words I Beheld No Tongue
4. Hollow-Hearted, Heart Departed
5. ...A Distance There Ist
6. Sweet Art Thou
7. Mire
8. Dying - I Only Feel Apathy
9. Monotone

Theatre of Tragedy lieferten 1995 ein Debüt von unvergleichlicher Schönheit. Sie nahmen Die Idee von Paradise Losts  Gothic  und the 3rd and the Mortals  Tears Laid in Earth  und vermengten sie zu einem dichten Stück Musikgeschichte. Liv Kristine Espenaes und Raymond I. Rohonyi ergänzten sich zur perfekten Paarung. Zum vermeindlichen Prototyp des Goth Metal Paares. Ein engelhaftes Stimmlein im Zwiegespräch mit dem dämonisch gutturalem Grunzen des Death Metals vor einer doomigen aber melodischen Insturmentierung welche dem Funeral Doom entnommen scheint; eine Mischung welche letztendlich den Begriff des Gothic Metals fortan prägen sollte: Doom und Death und ein tragisches Element. Kompromisslos wie sie nie wieder wurden rollt die gesamte Band dahin, brutal aber nie brachial und stets von den Bestrebungen nach Melodie, Melancholie und Harmonie unterbrochen. Livs -objektiv betrachtet dünne- Stimme legt sich ständig zwischen Gitarrenwände und Raymonds schaurig dominantes Growling, sie trägt die Melodie weiter nach vorne und zerstreut die Zweifel an der fast unpassenden Melodie. Dieser ach so dünne Gesang dominiert diese doomigen Stücke, mehr als es der laute grollende Raymond je könnte, weil man ihn sucht und auf ihn lauscht. Somit ist es vielleicht gerade der dünnen Stimme einer Liv Kristine zugute zu halten, dass dieses Debüt von einer solchen Kraft erscheint. Einziger Hit dieser Veröffentlichung ist auch die dichte Ballade ...a Distance there is... welche bedacht Instrumentiert allein von ihrer zerbrechlichen Stimme getragen wird. Ein Titel, in all seiner unglaublichen Schönheit und Zeitlosigkeit, bezeichnend dafür, dass diese klare, feine und tonsichere aber schwache Stimme diese eine Band zu etwas tatsächlich besonderem machte. Doom Death konnten 1995 bereits viele machen. Goth Metal machten viele, doch den Mut aufbrignen dies Wechselspiel zum tragenden Element der gesamten Band zu machen, hatte niemand sonst. Und die tatsächliche Besonderheit dieses wechselspiels war die Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit die in Livs Stimme lag, eine dünne, zarte und endlos traurige Stimme, gegen die selbst Kari Rueslatten wie eine gestandene Frau wirkte. Theatre of Tragedy war das Debüt und das eigentliche Meisterwerk dieser Band die wirkliche Erfolge erst mit folgenden Veröffentlichungen feiern sollte. (AMAZON)

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