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Shade Empire - Sunholy



Release Info: 2023 - Candlelight - Full Length
Band Info: Finnland - 1999 - Black Metal
Bewertung: 6


Songs:

1. In Amongst The Woods
2. The Apostle
3. This Coffin An Island
4. Sunholy
5. Torn Asunder
6. Maroon
7. All-Consuming Flame
8. Profane Radiance
9. Rite Of Passage

Seit 2017 Henry Hämäläinen als Sänger bei den Finnen eingestiegen ist, hat sich das Klangbild der Band verändert. Dominierte auf den früheren Werken noch symphonischer, gotischer Black Metal, war man auf dem Vorgänger «Poetry Of The Ill-Minded» deutlich progressiver unterwegs, was nicht bei allen Fans gut ankam.

Die progressiven Elemente sind auf «Sunholy» nicht verschwunden, bereits der Opener «In Amongst The Woods» kommt mit jeder Menge Stilelemente und überraschenden Wendungen daher. Hier eine symphonische Orchestrierung, da verschiedene Gesangstechniken von Screams, über Growls, Klargesang bis verzerrt und jede Menge Breaks und Tempowechsel. Die Band fischt dabei auch in Genre-Gewässern von Metalcore, Industrial, Gothic und sogar Power Metal Elemente lassen sich herausfiltern. Das führt leider auch dazu, dass die Songs die Hörer schnell überfordern. Das lässt sich zum Beispiel an «The Apostle» festmachen, denn die eigentlich starken Melodiebögen werden durch die verschiedenen Gesangsstile phasenweise abrubt unterbrochen und nerven sogar. Dass die Band grossartige Momente wie bei «This Coffin An Island» zu liefern im Stande ist, soll aber nicht unterschlagen werden. Die symphonischen Black Metal Passagen sind grandios, aber die Finnen schlagen sich gleich selber, als aus dem Nichts ein Saxophon auftaucht.

Shade Empire sind ein exemplarisches Beispiel für «da hat jemand schlicht zu viel gewollt», wodurch die Songs überbordend wirken. Wer gerne verrückten, ausgefallenen und progressiven Black Metal mag, sollte bei den Finnen einchecken. 




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