1. In Amongst The Woods
Seit
2017 Henry Hämäläinen als Sänger bei den Finnen eingestiegen ist, hat sich das Klangbild
der Band verändert. Dominierte auf den früheren Werken noch symphonischer, gotischer
Black Metal, war man auf dem Vorgänger «Poetry Of The Ill-Minded» deutlich
progressiver unterwegs, was nicht bei allen Fans gut ankam.
Die
progressiven Elemente sind auf «Sunholy» nicht verschwunden, bereits der Opener
«In Amongst The Woods» kommt mit jeder Menge Stilelemente und überraschenden
Wendungen daher. Hier eine symphonische Orchestrierung, da verschiedene Gesangstechniken
von Screams, über Growls, Klargesang bis verzerrt und jede Menge Breaks und
Tempowechsel. Die Band fischt dabei auch in Genre-Gewässern von Metalcore,
Industrial, Gothic und sogar Power Metal Elemente lassen sich herausfiltern. Das
führt leider auch dazu, dass die Songs die Hörer schnell überfordern. Das lässt
sich zum Beispiel an «The Apostle» festmachen, denn die eigentlich starken
Melodiebögen werden durch die verschiedenen Gesangsstile phasenweise abrubt
unterbrochen und nerven sogar. Dass die Band grossartige Momente wie bei «This
Coffin An Island» zu liefern im Stande ist, soll aber nicht unterschlagen
werden. Die symphonischen Black Metal Passagen sind grandios, aber die Finnen
schlagen sich gleich selber, als aus dem Nichts ein Saxophon auftaucht.
Shade
Empire sind ein exemplarisches Beispiel für «da hat jemand schlicht zu viel
gewollt», wodurch die Songs überbordend wirken. Wer gerne verrückten,
ausgefallenen und progressiven Black Metal mag, sollte bei den Finnen einchecken.


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