Bewertung: 7,5
1. First Blood
Obschon
Sadus schon seit 1985 durch die Szene geistern, sind sie nicht bekannt dafür
besonders viel Material zu veröffentlichen. «The Shadow Inside» ist das erste Album
seit 17 (!) Jahren und erst das sechste der Bandgeschichte. Wer jetzt ein
gemässigtes Thrash Werk einiger Veteranen erwartet, sieht sich allerdings getäuscht,
denn Sadus denken nicht daran es im Alter ruhiger anzugehen.
Was
hier musikalisch geboten wird, ist schon wahnsinnig und zeigt das technische
Können der Band, auch wenn es dadurch auch ein wenig anstrengend wird, den
Songs auch wirklich zu folgen. Bassist und Bandgründer Steve DiGiorgio fehlt
leider, weil er momentan mit Testament Verpflichtungen hat, so bleiben aktuell
nur Jon Allen an den Drums und Darren Travis am Gesang und der Gitarre. Das Duo
ist aber auch ohne DiGiorgio durchaus in der Lage fiese und knallharte Songs zu
schreiben. Nach dem guten Opener «First Blood» folgt mit «Scorched And Burnt»
ein Banger par Excellence. Die schrillen Screams von Travis lassen einem das
Blut in den Adern gefrieren. Klasse Song!
Mit
dem Motörhead meets Megadeth-lastigen «The Devil In Me» und dem abschliessenden
Titeltrack bietet «The Shadow Inside» noch mehr Futter für die hungrige Sadus-Fangemeinde.
Unter dem Strich bietet Album Sechs also für den Fan von wildem und knallharten
Technical Thrash so einiges. Ist das Album ein Überflieger? Nein, aber ein
solides und phasenweise gutes Werk allemal.


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