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Lutharo - Chasing Euphoria



Release Info: 2024 - Atomic Fire - Full Length
Band Info: Kanada - 2014 - Death Metal
Bewertung: 9,5


Songs:

1. Gates Of Enchantment
2. Reaper's Call
3. Ruthless Bloodline
4. Time To Rise
5. Born To Ride
6. Bonded To The Blade
7. Chasing Euphoria
8. Creating A King
9. Strong Enough To Fall
10. Paradise Or Parasite
11. Freedom Of The Night

Sicher kennt ihr diese Situation: Ihr guckt euch auf Youtube geile Metalvideos und plötzlich schlägt euch der Algorithmus eine Band vor, die ihr noch nicht kennt. Ihr klickt drauf und was ihr hört, bläst euch förmlich weg. So erging es mir vor drei Jahren mit dem Song «Wings Of Agony» der kanadischen Band Lutharo. Wenig später erschien in Eigenregie das Debütalbum «Hiraeth», welches 2021 den ersten Platz meiner damaligen Bestenliste kürte. Ein absoluter Kracher in Sachen Melodic Death. Ich habe es der Band dermassen gegönnt, dass es ihr gelang mit Atomic Fire einen Deal abschliessen zu können. Jetzt erscheint mit «Chasing Euphoria» der nächste Streich von Lutharo.

Die Band kombiniert erneut Einflüsse aus dem Melodic Death, Power und Thrash Metal und schlägt erneut ins Schwarze. Sängerin Krista Shipperbottom besitzt die Gabe einer extremen Wiedererkennung und schafft es bei mir ein ums andere Mal Gänsehaut zu erzeugen. Dabei überzeugt sie sowohl mit ihrem klaren Gesang, wie auch mit den Growls. Der Rest der Band ist nicht weniger stark. Drummer Cory Hofing verdrescht auch bei Crimson Shadows die Felle, Gitarrist Victor Bucur ist ein Meister seines Fachs und Bassist Chris Pacey fügt sich nahtlos in die musikalische Klasse von Lutharo. Die Songs sind «catchy as Hell», lassen aber die nötige Härte nicht vermissen. Man legt grossen Wert auf die Refrains, was der Eingängigkeit natürlich zu Gut kommt. Daneben wird geschreddert, dass einem phasenweise die Kinnlade runterklappt. Klar, kommen da Vergleiche mit dem Branchenprimus Arch Enemy auf, aber auch Unleash The Archers Fans müssen Lutharo eine Chance geben.

Jeder Song ist ein Volltreffer, sei es der brettharte Opener «Reaper’s Call», das eingängige «Born To Ride» (schaut euch unbedingt das lustige Video dazu an!), der hymnische Titeltrack, das fantastische und Gänsehaut erzeugende "Creating A King"  oder…ach ich könnte jetzt jeden Song aufzählen. Weshalb die Scheibe nicht die Höchstpunkzahl erreicht? Nun, die Hitdichte war auf dem Vorgänger tatsächlich sogar noch grösser. Aber im Ernst, Lutharo haben mit «Chasing Euphoria» ein Album am Start, welches Ende Jahr in meiner Bestenliste garantiert sehr weit oben landen wird. So, Atomic Fire jetzt seid ihr gefordert. Schickt die Band doch dieses Jahr noch auf eine ausgedehnte Europa Tour. Die Kanadier sind live nämlich ebenso eine Wucht wie auf Band. Und an alle Melodic Death Fans: Holt euch dieses schweinegeile Album!


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