Bewertung: 7,5
Während
2020 die Welt stillstand, haben sich Gitarrist Steve Moore (Stormzone) und
Tamara Bouwhuis (Ex-Dim Crimson) zusammengetan und Whiteabbey ins Leben
gerufen. Scheinbar sprudeln die Ideen nur so, denn «Words That Form The Key»
ist mittlerweile schon das dritte Album.
Die
ersten beiden Alben sind mir nicht bekannt, aber das kann ja auch ein Vorteil
sein, wenn man unvoreingenommen an die Sache geht. Die Band spielt Symphonic
Metal, ein Genre das in den letzten Jahren etwas stagniert ist. Nun, Whiteabbey
werden das nicht grundlegend ändern, haben aber durchaus ein hörenswertes Album
am Start. Man verzichtet auf übertriebene opulente Orchestrierungen und geht
eher «straight» ans Werk, was ein Song wie «Hold Fast» perfekt beweist. Dieser
schlägt eine Brücke zum traditionellen Metal wie ihn die Hauptband von Steve
Moore spielt. Aber auch locker-flockige Melodic Perlen wie «Dragonfire»,
genretypische Songs wie «You Should Be Running» oder balladeske Töne («All In
The Past») gibt es zu entdecken. Tamara’s Stimme hat eine angenehme Stimmfarbe
und sie weiss mit ihrem Organ sehr abwechslungsreich umzugehen.
Whiteabbey
gehen durchaus frisch und mit Enthusiasmus ans Werk, auch wenn in der zweiten
Hälfte die Luft etwas dünner wird. Ungewohnt ist übrigens auch die Wahl des
Coversongs bei dem die Band die Charts gut studiert hat und sich für Maria Mena’s
Megahit «Just Hold Me» entschieden hat und einen symphonisch bombastischen Anstrich
erhalten hat. Ein solides, phasenweise sogar gutes drittes Album der in Whiteabbey
(Nordirland) ansässigen Band.


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