Bewertung: 7
Wir
haben es hier mit einem neuen Black Metal Projekt aus der Ukraine zu tun. Bassist
Oleksii Kobel (Soen) ist der Kopf hinter Waidelotte und hat die Songs komponiert:
«Waidelotte erzählt die Story wie man das Licht erreicht, wenn man zuerst durch
Finsternis wandern muss». In einem Land dass seit über einem Jahr in einen
Krieg verwickelt ist, trifft das leider in besonders hohem Mass zu.
Musikalisch
verbindet man Black, Melodic Death und Progressive Metal mit einer Portion Folk.
So erklingt bereits im Opener «The Era Of Stagnant Gods» nach einem rasenden
Start eine Flöte und später sogar an Stranger Things erinnernde Synthiemelodien.
Gewöhnungsbedürftig, aber spannend! Doch auch seltene Instrumente finden Platz.
Das anschliessende «Todestrieb» beginnt stampfend, bevor die Drehleier (Hurdy
Gurdy) eine schaurig-schöne Atmosphäre zaubert. Bei den mir völlig unbekannten
Instrumenten Bandura und Tsymbaly musste ich zuerst Google zu Hilfe nehmen. Bei
ersterem handelt es sich um eine ukrainische Zither, welche bei zwei Songs zum
Einsatz kommt und bei zweiterem um ein baltisches Hackbrett, welches in Verbindung
mit einer weiblichen Stimme bei «Lightkeeper» an Eluveitie erinnert.
Mit
dem letzten Song zerstören Waidelotte allerdings ein insgesamt beindruckendes
Erstwerk. Das Synth-Ambient Gedudel mag als Intro durchgehen, aber spätestens
nach zwei Minuten drückt man entnervt die Stoptaste. Unter dem Strich lässt
sich dennoch ein positives Fazit ziehen. «Celestial Shrine» ist
abwechslungsreich, spannend und musikalisch beeindruckend umgesetzt.


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