1. Smokin' Vales
2. Death Or Glory
3. Come On Back
4. Mavrock
5. It Don't Matter To Me
6. Cryin' Shame
7. Heavy Metal Mania
8. Push It Around
9. The Nightcomers
So war das damals und LEIDER wird es nie mehr so sein. Jaaaa, Metallica fanden die auch toll, jaaaa, sie haben ein paar Songs von Holocaust gecovert und jaaaa, das haben sie toll gemacht. Musikalisch hat das hier aber gar nix mit Metallica zu tun. Und das ist auch gut so, Äpfel und Birnen lassen sich halt nur bedingt miteinander vergleichen. Das hier ist roher, teils flotter, teils etwas schleppender Heavy Metal. In Geschwindigkeitsregionen wie Metallica zu "Kill..." oder "Ride..." Zeiten stossen Holocaust nie vor und das stünde ihnen auch schlecht zu Gesicht. Wer die NWOBHM liebt, wird an diesem Album seine helle Freude haben. Die Produktion geht angesichts des Alters und dem damaligen Underground Label Phoenix, bei dem das Album original erschien, absolut in Ordnung. Da gab es weitaus Schlechteres, nehmt zum Beispiel die Produktionen vom Ebony Label zum Vergleich oder auch Bessere, vornehmlich bei den Majors, zum Bleistift Judas Priests "British Steel". "The Nightcomers" passt genau so wie es produziert wurde, Druck, Atmosphäre, Attitüde, technisches Können und vor allem das Songwriting sind NWOBHM-Güteklasse 1 mit Stern und das Cover passt perfekt zur Atmosphäre des Albums. Sind der Opener "Smokin Valves" oder im weiteren Verlauf "It Don't Matter To Me" noch mit einem kleinen Schuss Rock'n'Roll versehen, sind Songs wie "Death Or Glory" (Killer!), "The Nightcomers" und "Push It Around" genau das, was diesen Klassiker ausmachen: Treibender, kontrolliert daher kommender harter Heavy Rock ohne Kompromisse. Selbstredend findet man hier KEINE Balladen, wozu auch den unablässigen flow bärenstarker Up-Tempo-Songs mit sülzigem Gelutsche unterbrechen? Holocaust gehen zumeist straight nach vorne, alles wirkt ehrlich, nichts aufgesetzt, kein Ton zuviel, kein Ton zuwenig. Als Bonus angefügt die Single-Version des Bandklassikers "Heavy Metal Mania", der den Zeitgeist der frühen NWOBHM perfekt einfängt und die mir bis dato unbekannten "Love's Power" (neeeein, keine Balladen, hab ich doch schon gesagt) und "Only As Young As You Feel", die sich ziemlich nahtlos in das Gefüge der originalen 9 Headbanger von "The Nightcomers" einpassen. Diese Ausgabe kommt mit einem spartanischen Booklet daher, gerade mal die Songtexte sind abgedruckt. Und genau das passt, denn dieses Album ist spartanisch produziert und instrumentiert, überflüssige Spielereien oder gags sucht man hier zum Glück vergebens. Für die CD-Ausgabe von "The Nightcomers" wird teilweise viel verlangt, aber diese Brechersongs sind jeden Cent wert. Buy or die! (AMAZON)


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