Bewertung: 7,5
1. The Sword Of Wrath
Vor ein paar Wochen durfte ich das zweite Album von Friends Of Hell besprechen, wo ja Hellbutcher den Gesang übernommen hat. Nun ist der Schwede Per Gustavsson – wie er bürgerlich heisst – zurück mit seiner eigenen Band. Nach dem Aus von Nifelheim gründete Hellbutcher die Band zusammen mit Devastator (Bloodbath, Ex-Nifelheim), Necrophiliac (Mordant), Eld (Aeternus,Gaahls Wyrd) und Iron Beast (Unleashed) und verpasst ihr ein Logo, dass frappant an Nifelheim erinnert.
Auch musikalisch ist man weiter auf den Pfaden der Vorgängerband unterwegs, heisst es gibt munter was auf die Fresse. Kompromisslos ballert Hellbutcher eine Black / Thrash Attacke nach der anderen auf den ahnungslosen Hörer los. Das fängt beim Opener «The Sword Of Wrath» an, der sich zuerst bedrohlich auftürmt um dann in ein wahres Riffgewitter und treibende Doublebass Attacken loszubrechen und hört beim abschliessenden «Inferno’s Rage» (der Name ist Programm!) auf. Dazwischen kennt Hellbutcher keine Gnade und Atempause, klingt dabei aber immer wieder überraschend melodiös, man höre nur «Death’s Rider» als Beleg. Nach etwas mehr als einer halben Stunde ist der Spuk wieder vorbei, es hätten gerne noch ein, zwei Songs mehr sein dürfen.
Nifelheim Fans können aufatmen, mit Hellbutcher ist ein würdiger Nachfolger in den Startlöchern. «Doomsayer» ist auf jeden Fall ein starkes Argument um den nächsten Plattenladen aufzusuchen. Schön, dass der Skandinavier sich nicht neu erfindet und irgendwelche Experimente wagt, sondern sich auf das konzentriert, was er am besten kann, nämlich derben, schwarz angehauchten Old School Thrash Metal zu schreiben.


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