1. In Concert & Euphoria
Ein Blick auf’s Label gibt schon mal einen ersten Anhaltspunkt. Die deutschen Warlust stehen bei Dying Victims unter Vertrag, welches in Insiderkreisen ja bekannt für traditionellen, Speed oder Black / Thrash Metal bekannt ist. Die 2012 gegründete Band gehört zur härteren Sorte und präsentiert uns mit «Sol Invictus In Umbrae Satanae» ihr drittes Werk.
Die Einflüsse sind vielfältig und reichen von Midnight, Sodom über Necrophobic bis zu Emperor. Räudig und ohne Gnade brettert nach einem Intro der eigentliche Opener «Serpent Crown» los. Der Song ist aber nicht einfach ein Hochgeschwindigkeitstrack, sondern bietet auch starke Midtempo Parts. Dabei sparen die Jungs auch nicht an starken Melodielinien und knacken locker die 7 Minuten Grenze. Ein Fakt der sich wie ein roter Faden durch das Album zieht, denn ausser «…Of Gallows & Absurdity» sind alle Titel über fünf Minuten. Nach dem eher unnötigen Titaltrack das sich als Akkustik Intermezzo entpuppt, holt man mit dem kürzesten Song zu einem weiteren Schlag aus. Die Drums peitschen den Song voran und die Riffs sind messerscharf und voller starker Melodien. Mit «Black Souls» steht der längste Song am Ende und überrascht mit einem balladesken Beginn, ehe sich die Härte und Geschwindigkeit durchsetzt.
Warlust haben mit diesem Werk viel richtig gemacht und ein klares
unbarmherziges Statement abgeliefert, auch wenn man an der Genialität von
Necrophobic oder der Atmosphäre von Midnight nicht ganz rütteln kann. Aber
dieses Album ist zu gut um nicht gehört zu werden.


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