Bewertung: 9,5
1. Amidst The Ruins
Andy Marshall, der geniale Musiker aus Schottland, meldet sich mit dem sechsten Studioalbum seines Babys namens Saor zurück. Die Vorgänger waren allesamt auf demselben, extrem hohen Niveau und auch «Amidst The Ruins» reiht sich da nahtlos ein. Das Talent von Andy ist dabei praktisch in jeder Sekunde hörbar.
Der Titeltrack und Opener stellt eine Blaupause für das ganze Album dar. Da sind sie wieder, diese unfassbaren Melodien welche den Hörer sofort in die Highlands Schottlands katapultiert. Vier der fünf Songs schaffen die 10 Minuten Grenze locker, was den Songs genug Zeit gibt um diverse Stimmungen zu transportieren. Epische Arrangements, ruhige Flötenklänge, atmosphärische Intermezzos bis hin zu rasenden Black Metal Elementen machen auch das Hören der anderen Epen zu einem wahren Genuss. Da verschmelzen Melancholie, Wut, Trauer, Hoffnung und Schönheit zu einem einfach wunderbar stimmigen Gesamtpaket.
Mit «The Sylvan Embrace» hat sich
Andy diesmal sogar an eine episch-folkige Ballade gewagt. Gastsängerin und Flötistin
Ella Zlotos (Ephemaral), welche in Würzburg lebt, glänzt dabei mit ihrer
wunderschönen Stimme. Hühnerhaut ist hier garantiert. Überhaupt nehmen Flöten und
andere Folkinstrumente etwas mehr Platz ein, was den Sound ein wenig Richtung
Eluveitie drückt. Saor machen wieder mal alles richtig und ich gehe jede Wette
ein, dass der neue Longplayer meine Top 10 knacken wird. Fantastische Musik
eines fantastischen Künstlers, zeitlos und mit dem Prädikat ‘äusserst wertvoll’.
Tipp: Am besten lässt sich die Musik mit Kopfhörer und Ruhe erkunden.
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