Release Info: 1985 - Hellion - Full Length
Band Info: Deutschland - 1984 - Heavy Metal
Bewertung: 7
Bewertung: 7
1. Run For Your Life
2. Born To Rock
3. Dead Rider
4. Shout Out Loud
5. Cold Hearted Woman
6. Rapist Killer
7. Street Fighter
8. Lucifer's Dream
9. Out Of Control
10. Together We Are Strong
Breaker war eine eher unbekannte deutsche Heavy-Metal-Band, die beinahe dadurch berühmt geworden wäre, dass sie einst mehrere Mitglieder der bekannteren Thrash-Band Accu§er umfasste, die selbst in der Masse ihrer weitaus talentierteren Zeitgenossen unterging. Sie gründeten sich 1983, brachten dieses eine Album heraus, auf dem ein kitschiger Roboter mit einem Motorrad durch eine dünne Wand fährt, und konnten sich nicht einmal für ein gutes Logo oder eine passende Schriftart für den Titel des besagten Albums entscheiden. Okay, vielleicht sollte die Wand aus Metall sein, wie wir an einigen der gelösten Platten erkennen können. Also fährt ein beschissener Roboter mit einem Motorrad durch eine Barriere aus Blech. Fantastisch. Ich bin beeindruckt und eingeschüchtert zugleich. Nun, die Musik ist nicht ganz scheußlich, hat aber einen schmutzigen Reiz, der Leute begeistern könnte, die die ersten beiden Running Wild-Platten oder Sounds der späten 70er bis Mitte der 80er von Judas Priest oder Accept mögen. Eberhard Weyels Gesang hat eine gewisse Bissigkeit, die ihm sowohl in dieser Band als auch bei seinen späteren Thrash-Auftritten recht gute Dienste geleistet hat, und die Band stöpselt sich einfach ein und produziert bösartiges, bitteres Material, das die Geschwindigkeitsbegrenzung für Deutschlands traditionelle, aus der NWOBHM stammende Bands definitiv ausreizt. Natürlich gab es 1985 Künstler wie Destruction, Sodom und Kreator, die diese Grenzen mit weitaus größerer Kraft ausreizten, also ist es unwahrscheinlich, dass Sie Dead Rider hören und von der vorhandenen Gewalt beeindruckt sein werden. Aber je schneller, desto besser für diesen Breaker, wie das wilde „Rapist Killer“ beweist, wo Weyels Gesang einen ähnlichen Ton annimmt wie der von Frank Knight auf den späteren X-Wild-Platten. Die Gitarren stürmen einfach durch die fast punkdominierten Akkorde, die Leads heizen über die Bridge und Sie fühlen sich, als hätte man Ihnen gerade vor irgendeinem deutschen Boxenstopp den Hintern versohlt. „Shout Out Loud“ ist ziemlich schlampig, aber die Running-Wild-artigen Akkorde und der bösartige Weyel sorgen für genug Spaß, um wie ein Rudel Ratten mit Reifenhebern durch einen Schrottplatz zu schlängeln und jedes noch intakte Glasstück zu zertrümmern. Auch „Lucifer's Dream“ hat einige finstere, grausame Gitarrenriffs, die über einem eher laissez-faire, aber knallharten Drumbeat kratzen. In „Cold hearted woman“ gibt es außerdem eine recht typische Klage über das schöne Geschlecht, obwohl dies eher ein Sunset-Strip-Hardrock-Song mit einem metallischeren Touch ist; und „Born to Rock“ ist ein weiterer rasanter Kracher. Einige der kontrollierteren, mittelschnellen bis langsamen Tracks wie „Together We Are Strong“ und „Dead Rider“ scheinen nicht so richtig zu laufen, was dazu führt, dass die Begeisterung des Hörers schwankt. Der Gesang kann einfach nicht alle Riffs tragen, und obwohl einige im Kontext ihrer Songs spannend sind, gibt es nur wenige, die mehr als eine flüchtige Erinnerung hinterlassen. Wie so viele Alben dieser Zeit weiß auch dieses nicht, ob es unverschämter Hardrock im Stil von Twisted Sister oder pure deutsche Geschwindigkeit und Wut sein soll. Hätten sie sich voll und ganz auf Letzteres konzentriert, hätten sie einen wirklich hämmernden, gefährlichen und spaßigen Sound entwickeln können. Aber es sollte einfach nicht sein, und so bleibt uns dieses fast völlig vergessene Erbe im Staub am Highway, der Rost von Robotern und Motorrädern gleichermaßen, während es darauf wartet, von der endgültigen Korrosion endgültig ausgelöscht zu werden. (METAL ARCHIVES)


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen