Release Info: 1999 - Necropolis - Full Length
Band Info: Schweden - 1985 - Thrash Metal
Bewertung: 6,5
Band Info: Schweden - 1985 - Thrash Metal
Bewertung: 6,5
1. Speed Metal Sentence
2. Nymphomanic Nuns
3. Full Moon Fistbanger
4. Satanic Sect
5. Pestilential Penis
6. Samurai Satan
7. Taxi Terror
8. Cranium: Crushers Of Christ
Die Handlung von Cranium war recht klar: Man nehme ein paar germanische Speed-/Thrash-Riffs, rekonstruiere sie, füge den wildesten Gesang hinzu und feiere damit. Während das Vorgängeralbum „Speed Metal Slaughter“ seine Einflüsse etwas direkter verarbeitete, findet die Band mit der schärferen Produktion und dem Mischmasch-Angriff von „Speed Metal Sentence“ tatsächlich zu einer Art Selbstbewusstsein und Identität. Diese Band war nie dazu gedacht, ernst genommen zu werden, alle ihre Mitglieder sind aus einer Vielzahl anderer Bands bekannt. Chainsaw Demon (alias Fredrik Söderberg) spielte bei Dawn und Dekapitator. Grave Raper war Philip von Segebaden von Afflicted und Defender. Der verstorbene Necro-Nudist war Schlagzeuger bei Utumno. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass Cranium schon lange vor der aktuellen Generation von Heuchlern, die am Trog saugen, mit dem albernen Retro-Trash-Ding beschäftigt waren. Und anders als die meisten dieser Stümper schafften sie es mit einer gewissen Spannung und Charisma. Das soll nicht heißen, dass Speed Metal Sentence eine großartige Platte ist. Tatsächlich rutscht es gerade so in die Kategorie etwas, das ich Fans von ironischen Thrash-Metal-Tributen empfehlen würde. Die Texte auf dem Album sind furchtbar, aber das war ja auch die Absicht. Chainsaw Demons Gesang reicht von einer eher nervigen Version von Overkills höherer Tonlage bis zu einem knurrenden Destruction-Stil. Der Sketch im eröffnenden Titeltrack ist ziemlich peinlich und es ist viel besser, wenn die Band einfach loslegt, wie bei „Nymphomaniac Nuns“, „Pestilential Penis“ und dem epischen „Samurai Satan“ mit seiner Live-Show-Atmosphäre. Aber der vielleicht beste Track hier ist der letzte Track „Cranium: Crushers of Christ“ mit einigen exzellenten Riffs und sogar Death-Metal-Gesang. Wäre das ganze Album aus diesem Holz geschnitzt, würde ich es vielleicht etwas höher bewerten. Es gibt zwar immer noch ein paar alberne Sketch-Passagen in diesem Song, aber der Metal ist voll im Gange, und wäre er von einer ernsthafteren Band gewesen, wäre er ein großartiger Track. Es gab eine Zeit, da dachte ich, dies sei das beste Cranium-Album, aber rückblickend bevorzuge ich vielleicht das eher abgeschwächte Speed Metal Slaughter oder die Speed Metal Satan EP. Trotzdem: Wenn Sie Spaß haben wollen und Thrash-/Speed-Metal-Parodien mögen, sollten Sie sich dieses Album besser anhören als so ziemlich alles aus dem 21. Jahrhundert. (METAL ARCHIVES)


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