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Firehouse - Prime Time



Release Info: 2003 - Leverty - Full Length
Band Info: USA - 1989 - Hard Rock
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Prime Time
2. Crash
3. Door To Door
4. Perfect Lie
5. Holding On
6. Body Language
7. I'm The One
8. Take Me Away
9. Home Tonight
10. Let Go

Mit Prime Time liefert die US-amerikanische Hard-Rock-Band FireHouse ihr siebtes Studioalbum – ein Werk, das weitgehend unter dem Radar geblieben ist, obwohl es interessante Einblicke in den kreativen Stand der Band nach über einem Jahrzehnt Karriere bietet. Prime Time zeigt FireHouse musikalisch gereift, aber immer noch ihrer Linie treu: melodischer Hard Rock mit starkem 80er-Jahre-Einfluss, auch wenn der Glam-Faktor etwas heruntergeschraubt wurde. Die Produktion ist solide, aber nicht überragend – man merkt, dass dies kein Major-Label-Release ist. Trotzdem klingt das Album druckvoll und ausgewogen, mit klarem Fokus auf Gitarrenarbeit und Gesang. Gitarrist Bill Leverty liefert wie gewohnt präzise, melodische Riffs und einige starke Soli ab. CJ Snare bleibt mit seiner Stimme eine Konstante – seine leicht rauchige, kraftvolle Tonlage verleiht den Songs Charakter und Wiedererkennungswert. Der Opener "Crash" legt direkt mit Energie los – ein treibender Track, der an frühere FireHouse-Tage erinnert. "Holding On" zeigt die Band von ihrer balladesken Seite und bietet gefühlvolle Melodien mit viel Pathos. "Perfect Lie" überzeugt durch eingängige Refrains und eine gewisse radiofreundliche Eingängigkeit, ohne kitschig zu wirken. Ein überraschendes Highlight ist "I'm the One", das mit groovigem Rhythmus und leicht modernem Einschlag aufwartet – fast schon post-90s im Ansatz. Hier blitzt kurz auf, dass FireHouse versucht hat, sich ein Stück weit zu modernisieren, ohne ihre Wurzeln zu verlieren. Trotz solider Handwerkskunst fehlt dem Album etwas die Dringlichkeit und der "Hit-Faktor", den frühere FireHouse-Werke wie FireHouse (1990) oder Hold Your Fire (1992) noch hatten. Einige Songs wirken formelhaft und austauschbar, besonders in der zweiten Albumhälfte, wo sich der Spannungsbogen etwas verliert. Auch textlich bleibt die Band oft in vertrautem Terrain: Liebe, Herzschmerz, Durchhalteparolen – alles sauber, aber wenig überraschend. Wer innovative Lyrics oder Experimente erwartet, wird hier nicht fündig. Fazit:Prime Time ist ein gutes, wenn auch unspektakuläres Spätwerk einer Band, die sich treu geblieben ist. Fans von FireHouse – oder generell von melodischem Hard Rock mit klassischen Strukturen – werden hier solide Qualität finden. Für Neueinsteiger bietet das Album allerdings wenig Anreiz, sich näher mit der Band zu beschäftigen.

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