Das sechste Album seit 2017, dazu unzählige Live Auftritte in Europa, Touren durch die Staaten. Die Witches sind wahre Arbeitsbienen und verwöhnen ihre Fans wirklich regelmässig mit starken Songs. «Inquisition», so viel sei verraten, enttäuscht in dieser Hinsicht auch wieder nicht, im Gegenteil. Mit Courtney Cox hat man eine Saitenakrobatin an Bord, welche den Songs noch einmal eine extra Portion Würze verleiht.
Nach dem Intro geht «Soul Eater» sogleich in die Vollen. Ein typischer BW Kracher, mit furioser Gitarrenarbeit der Damen Cox und Kalkuhl. «Shame» ist ein Midtempo Stampfer der Extraklasse, der Refrain dürfte live mehrheitlich von den Fans gesungen werden. Apropos Singen: Dass die Sängerin Laura Guldemond sich mittlerweile gefühlt von Album zu Album steigert, beweisen die beiden schon länger bekannten Singles «The Spell Of The Skull» und «Inquisition» eindrucksvoll.
Doch damit haben die Ladys ihr Pulver bei weitem nicht verschossen. «High Priestess Of The Night» atmet den Spirit der Achtziger und spannt den Bogen vom Stadion Rock der Marke Def Leppard bis zum klassischen Metal von Accept oder Saxon. Ein absoluter Oberknaller, den ich unbedingt auf der Tour live sehen möchte! Wer auf sanftere Töne wird mit der Ballade «Release Me» fündig, denn hier ist Gänsehaut garantiert. Der Rest: Typischer Burning Witches Stoff, was in diesem Fall keinesfalls abwertend gemeint ist. Im Gegenteil: Es ist eine der grössten Stärken der Band, das sie sich um Trends einen Dreck kümmert und seit den Anfängen ihr Ding durchzieht.
Damir Eskic (Destruction) und ‘Master
hinter den Knöpfen’ V.O. Pulver (Gurd) haben «Inquisition» ein fettes
Soundgewand angezogen, welches aber nicht überproduziert wirkt. Damit kann ich
ohne schlechtes Gewissen eine Kaufempfehlung aussprechen. Gelegenheiten die
Witches live zu erleben gibt es im Januar genug, wenn man zusammen mit Hammer
Kings in Rubigen, Brugg, Basel, Langenthal, Zug, St.Gallen, Glarus und Wetzikon
Halt macht. Da dürften relativ viele Locations brechend voll werden.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen