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Echo Vom Aathal - Unsere Schönsten Lieder



Release Info: 2019 - EP
Band Info: Schweiz - 2012 - Thrash Metal
Bewertung: 8,5


Songs:


1. Vreiheit
2. Xerophobie
3. Widerstand
4. Zugmörder
5. Hellhorn

Alter Thrash Metal neu verpackt – Das kommt mir in den Sinn, wenn ich das CD-Cover mit dem Gehörten vergleiche. Dabei ist dieser Gedanke äusserst positiv gemeint. Zumal die Musik hochstehend und die Text sehr intelligent verfasst sind. In den drei Sennenmäntelchen kleiden sich die Überreste der Schweizer Thrash-Metaller Drifter. Namentlich sind es Gabor Szabo (Gesang, Bass), Peter Wollf (Gitarre) und am Schlagzeuger Roland Ribi. „Unsere schönsten Melodien“ ist ihre 5-Track-Debut-CD, in dem sie ihren Metal mit deutschen Texten vermengen. Ihr Thrash Metal hat Eier und hetzt mit headbanger-Riffs satt nach vorne. Wie stark das auf dem Cover zu sehende Alphorn im Bandgefüge eine Rolle spielt, bleibt aber rätselhaft. Zumindest fällt die Band damit auf. Zu hören ist es als Albumintro und beim fünften Lied „Hellhorn“ in einer ansprechenden Soundcollage. Man könnte dem Trio jetzt vorwerfen, dass sie nur auf Klamauk und Marketing setzen, dass sie auf der seit längerem durchs Land treibende Retro-Welle aufspringen und ihre Metal-Ideale verraten. Das könnte man – wenn sie ihre Musik dabei vernachlässigen würden. Hört man die fünf Lieder an, stehen aber ganz klar die Kompositionen im Vordergrund. Das Marketing kommt erst danach und beweist, dass man mit ein wenig Mut auffallen kann. Das wird hoffentlich Schule machen – sofern es so authentisch wie hier wirkt. Wobei ich das wohl einst ruhige Aathal zwischen Uster und Wetzikon eher mit Autolärm als mit Sennenromantik verbinde. Aber was solls. Das Echo vom Aathal verbindet hier Thrash Metal, deutsche Texte und Schweizer Folklore zu einem metallischen Ganzen. Reinhören lohnt sich. (METAL ARCHIVES 8,5 / 10)





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