Bewertung: 7,5
1. Intro
Without Warning erschien 1985 auf dem Kult-Label Earthshaker Records als zweite und letzte vollständige LP der Heavy‑Metal-Band Fact aus Wilhelmshaven. Die Band löste sich kurz darauf auf. Ein CD‑Reissue erschien 1996, ist jedoch inzwischen selten und größtenteils vergriffen. Musikalisch bewegt sich Without Warning im klassischen deutschen Teutonen-Heavy-Metal, verwandt mit Bands wie Accept und Sinner. Reent Fröhlichs harscher, hoher Gesang erinnert an frühen Metal-Stil à la Living Death – gleichzeitig exzentrisch und direkt . Die Gitarren liefern druckvolle Riffs, während das Schlagzeug präzise arbeitet – für die 80er typisch, minimal experimentell, aber voller Energie. Das Album beginnt mit einem kurzen Intro, zeigt dann mit Tracks wie „Burning for Action“, „Without Warning“, „Hotter Than Hell“ und „Fight for the Metal“ solide Heavy‑Metal‑Marke, riffbasiert, mit straightforwarder Struktur und hohem Wiedererkennungswert . Without Warning richtet sich eindeutig an Liebhaber klassischen deutschen Heavy Metal der 1980er. Kein modernes Klangdesign, keine genreübergreifenden Experimente – dafür ehrlicher, rudimentärer Metal mit Schlagkraft. Für Fans von Accept oder frühen Sinner ist das Album eine kleine Entdeckung, die den rauen Sound vergangener Zeiten lebendig hält. Solider Underground‑Metal mit Kultstatus, aber ohne Innovation oder bleibende Höhenflüge. Für Sammler und Nostalgiker empfehlenswert, für breites Publikum zu konventionell.
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