Bewertung: 7,5
1. Knightclub
Zuletzt waren die Franken im Zuge des deutschen ESC-Vorentscheids in aller Munde, als Stefan Raab in gar selten einfältiger Manier Scheuklappen bewies und das Oktett nicht ins Finale ließ. Der Titel-Track eröffnet das zugehörige zwölfte Studiowerk, auf dem der Hauptmann und Co. einfach weiter ihrem Fantasy-Faible frönen. KNIGHTCLUB – gleichermaßen erstklassig von Simon Michael (Subway To Sally) produziert sowie von Jacob Hansen (Volbeat, Arch Enemy, Heaven Shall Burn) gemastert – beweist: Feuerschwanz haben einen Lauf. Was sie derzeit anpacken, geht (irgendwie) gut. Auch wenn Metal-Queen Doro in ‘Valhalla’ etwas schwach bei Stimme scheint, biegt der Song letztlich doch brutal episch um die Ecke. Ob das Psy-Cover ‘Gangnam Style’ wirklich nötig war, muss jeder selbst entscheiden – aber im Grunde dürfen die Folk-Metaller doch sowieso alles.
Hernach steigt die Qualität des Longplayers wieder: Ein bisschen Umberto Eco (‘Der Name der Rose’) ist nie verkehrt, und mit ‘Sam The Brave’ ist Ben seine bislang mitreißendste ‘Der Herr der Ringe’-Hymne gelungen. Eingängiger als bei ‘Drunken Dragon’ wird es auf der Platte definitiv nicht, obgleich das zupackende ‘Eisenfaust’ und das umwerfende ‘Avalon’ keinesfalls dagegen abstinken. Hintenraus schürt ‘Lords Of Fyre’ noch die Vorfreude auf die anstehende Doppel-Headliner-Tournee mit Lord Of The Lost. Insgesamt scheint der Fokus etwas arg auf dem Mitsingpotenzial der Songs zu liegen, was ein wenig auf Kosten der Atmosphäre geht. Dennoch könnten es Feuerschwanz kaum runder anrichten. (METAL HAMMER 5,5 / 7)
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