1. For The Universe - Theme
Als Power Metal seine ersten Schritte in der Entwicklung machte, orientierte sich die niederländische Band Martyr an den Mustern der US-amerikanischen Bands. Sie orientierten sich an Bandkollegen wie Chastain und den frühen Queensryche und erkannten die rohe Energie der ersteren und die blitzartige Power der letzteren. Damit konnte die Band eine ordentliche Dosis harter Kracher abliefern, die keine dreißig Minuten dauern und als For The Universe bekannt sind . Das muss damals, gelinde gesagt, ein irritierender Anblick gewesen sein. Die extrem raue Begleitung treibt die Rhythmus-Booster höher als erwartet. Dröhnende Basslines, die Leads fast ersetzen können, und krachende Beckenschläge sorgen für ein hohes Niveau an der Oberfläche. „Speed Of Samurai“ lässt dies früh durchklingen und ist so dicht, dass bestimmte Passagen den Gesamtmix ziemlich belasten. Besonders die Gitarren bekommen ein aufdringliches Surren. Auch deine unkonventionellen Solo-Explosionen und die kraftvolle Songstruktur kommen auf „ For The Universe“ nicht zu kurz . „The Eibon“ ist eine rein instrumentale Nummer, die sprunghaft durch die Gegend springt und beeindruckendes Axtspiel, aber zugegebenermaßen ziellos, bietet. Tatsächlich enthält diese CD nur fünf Songs plus Intro und Outro. Das bedeutet natürlich, dass der Gesang nicht so stark in den Vordergrund tritt, wie er vorgibt. Die Kraft der Lunge und der Stimmumfang des Frontmanns tragen maßgeblich dazu bei und sorgen für Stabilität. Auch die sanfteren Akustik-Einlagen in „The Awakening“ bieten Potenzial. Insgesamt kann ich Martyr aber nicht so gut finden, wie ich es gerne hätte. Sie treffen alle Punkte, die eine solche Veröffentlichung braucht, aber der Stil ist mir einfach etwas zu locker. Es gibt auch so etwas wie „zu roh für seinen eigenen Geschmack“, obwohl ich diese Art der Produktion normalerweise bevorzuge. Aber ich lasse ihnen etwas Spielraum, denn dies geschah eindeutig zu einer Zeit, als das Genre noch ursprünglich war. (METAL ARCHIVES)


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