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Bitterness - Dead World Order



Release Info: 2020 - G.U.C. - Full Length
Band Info: Deutschland - 2001 - Thrash Metal
Bewertung: 7,5


Songs:

1. The Last Sunrise
2. A Bullet A Day
3. Dead World Order
4. Idiocrazy
5. Let God Sort'Em Out
6. Forward Into The Past
7. Blood Feud
8. None More Black
9. Darkest Times

Seit 2001 hielten sich Bitterness im Hintergrund der deutschen Thrash-Metal-Szene und blieben dabei weitgehend beständig. Auf ihrem siebten Album „ Dead World Order“ sind die bekannten deutschen Einflüsse weiterhin präsent , allerdings bietet das Album eine größere Klangvielfalt als man es traditionell mit dieser Region verbindet.

Eine Art melodischer Death-Metal-Antrieb prägt die schnelleren Passagen des Angriffs von Bitterness, die seit der Bandgründung weniger präsent war. Der Wechsel zwischen schnellen Notenmustern und Downpicking-Riffs sorgt für wechselnde Stimmungen und führt Songs wie „Forward Into the Past“ von schwungvoller Dynamik zu härteren Passagen. Ausdrucksstärkere Melodien auf „None More Black“ und das balladenhafte Instrumentalstück „Darkest Times“ rücken den Sound näher an Insomnium oder Omnium Gatherum heran, obwohl die meisten der neun Tracks auf Anspielungen auf moderne Kreator und Testament basieren. Manchmal brodelt eine gesellschaftliche Wut aus Frontmann Frank Urschler, die „Idiocracy“ noch mehr Wucht verleiht und die Deutschen zu noch energiegeladeneren Gitarrensoli antreibt. Dem gegenüber stehen Momente der nachdenklichen Besinnung und groovige Riffs in „Blood Feud“, und so wirkt das 43-minütige Album angenehm rund.

Durch diesen bemerkenswerten Balanceakt gelingt es dem Trio, mehr zu erreichen, als man von einem soliden Melodic-Thrash-Schema erwarten würde. Sie streben weder nach besonders harten Momenten noch nach technischen Spielereien und halten sich auch von extremen Geschwindigkeiten fern. Diese Mäßigung harmoniert mit der modernen Produktion von Christoph Brandes und dem natürlichen Mix von Harris Johns, die alles ehrlich und direkt präsentieren. Das mag manche dazu verleiten, Dead World Order als eher mittelmäßig abzutun, doch gekonntes Songwriting und eine ausreichende Anzahl einprägsamer Passagen heben das neueste Bitterness-Album deutlich über die Mittelmäßigkeit hinaus. (METAL ARCHIVES)




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