In der Altjahrwoche lud der Tap Tab
Musikraum wieder zu einer Metal Christmas Show ein. Mit dabei waren diesmal die
Österreicher von Venator und die Thurgauer von Haile Selacid. Gleich vorweg: Ja,
die Fotos sind bescheiden geworden. Leider hat sich in letzter Zeit die
Problematik der Lichttechnik in meinen Augen ziemlich verschlechtert. Das
zeigte sich schon am Metal Marmot, wobei dort der Lichtmann von Grave Digger aufzeigte,
dass es mit der vorhandenen Infrastruktur durchaus machbar war. Auch in
Schaffhausen war das Licht ein Ärgernis, weil die Musiker fast immer im Dunkeln
musizieren mussten. Auch Venator zeigten sich – wie sie mir in einem Gespräch
nach dem Konzert mitteilten – überrascht ob der seltsamen Belichtung.
Doch genug der Kritik, denn musikalisch
wurde der Abend zum Vollerfolg, weshalb sich die Anreise dann doch gelohnt hat.
Bevor es aber klassischen Metal auf die Ohren gab, wurden zuerst härtetechnisch
ein paar Briketts mehr in den Ofen geschoben.
Haile Selacid
Ich durfte letztes Jahr das Debütalbum der Schweizer Band besprechen. Die Mischung aus klassischem, Thrash und Black Metal hat mir ausgezeichnet gefallen, weshalb die Spannung vor dem Auftritt gross war. Kurz nach 21:00 Uhr enterten die Jungs die Bühne und sorgten sofort für Stimmung. Die Spielfreude war ansteckend, auch wenn ich mal behaupte, dass nicht alle ganz nüchtern waren, was sich auch in dem einen oder anderen Spielfehler zeigte. Allerdings war das überhaupt nicht störend, denn die Musik verlangt keine technische Perfektion. So war es auch nicht erstaunlich, dass sich im Laufe des Auftritts auch kleinere Moshpits bildeten. Klar, wenn man klassischen Metal bevorzugt und mit den brutalen Vocals nichts anfangen kann, dürfte mit Haile Selacid seine Probleme haben. Aber es wirkte so, dass die meisten Anwesenden durchaus Spass hatten und auf jeden Fall haben sie die Aufgabe des Einheizers optimal erfüllt.
Setlist: «Black Magick Spell Of Blazing Fire» - «Fascisticiller» - «Dreadnought» . «Orcano» - «Animal» - «Oppress The Light» - «Deathseeker»
Venator
Bei der ersten Ausgabe des Starlett Stock Festival in Luzern hatten Venator den Headliner Slot. Leider erkrankte Sänger Hans kurz vorher und wurde kurzerhand durch Cherokee Sängerin Laura Vesprini ersetzt. Das ehrte die Band natürlich, da sie wirklich alle Hebel in Bewegung setzten um nicht absagen zu müssen, aber trotzdem vermisste man den Stammsänger. Heute war zum Glück alles in Ordnung und so konnten die Österreicher ja fast nur gewinnen. Auch Venator dürften schon das eine oder andere Bier gezischt haben und sprudelten förmlich vor Energie. Vom ersten Ton an wurde der Musikraum in eine euphorische Meute verwandelt. Etwas gewöhnungsbedürftig waren allerdings die Ansprachen von Hans. Keine Ahnung, welchen Akzent man in Linz spricht, aber man musste sich schon konzentrieren um etwas zu verstehen.
Das diesjährige neue Album «Psychodrome» wurde zur Hälfte gespielt, aber auch das Debüt «Echoes From The Gutter» und die EP «Paradiser» kamen nicht zu kurz. Das kam beim feierwütigen Publikum so gut an, dass sich die Band sogar zu einer nicht geplanten Zugabe («Astral Seduction») hinreissen liess. Nach dem Auftritt mischten sich die Bandmitglieder unter das Publikum und Gitarrist Leon liess verlauten, dass man eventuell noch eine Karaoke Bar in Schaffhausen besuchen wolle. Wäre sicher lustig gewesen, die angeheiterte österreichische Delegation dort zu beobachten. Es war eine kurzweilige, phasenweise mitreissende Performance und ein würdiger Konzertabschluss des Jahres.
Setlist:
«Steal The Night» - «Seventh Steal» - «Ravening Angel» - «Blind Ambition» - «Manic
Man» - «Final Call» - «Dynamite» - «Streets Of Gold» - «Paradiser» - «Race To
Glory» - «Nightrider» - «Astral Seduction»
Haile Selacid
























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