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Witchfynde - Cloak & Dagger



Release Info: 1980 - Classic Metal - Full Length
Band Info: England - 1975 - Heavy Metal
Bewertung: 8  


Songs:

1. The Devil's Playground
2. Crystal Gazing
3. I'd Rather Go Wild
4. Somewhere To Hide
5. Cloak And Dagger
6. Cry Wolf
7. Start Counting
8. Living For Memories
9. Rock And Roll
10. Stay Away
11. Fra Diabolo

Dieses Album wurde mir als spontane Empfehlung zugeschickt, ohne jegliche Beschreibung von Stil oder Thema. Einfach nur: „Hier, das wird dir gefallen.“ Ich bin froh, dass ich reingehört habe. Gesanglich erinnert mich der Sänger an einen jungen Rob Halford, bevor er es für nötig hielt, so oft wie möglich so hoch wie möglich zu schreien. Gelegentlich stößt er hohe Schreie aus, die an King Diamond erinnern, aber die sind selten. Sein Gesangsstil scheint sich dem jeweiligen Song der Band anzupassen, was ich sehr positiv finde. Die Gitarren klingen zeitweise sehr bluesig und erinnern an Bands wie Led Zeppelin und Bad Company, können aber auch deutlich „metal“-lastiger sein und eine ähnliche Atmosphäre wie die frühen Judas Priest erzeugen. Der Bass ist laut genug, um gehört zu werden, und wenn er richtig zur Geltung kommt, erinnert er mich an Iron Maiden. Das Schlagzeug ist recht simpel, erfüllt aber seinen Zweck. Bemerkenswert ist die für ein so altes Album recht gute Produktion; kein Instrument dominiert das andere.

Musikalisch verwirrt mich diese Band etwas. Zuerst klang es, als hätten sie keine klare Richtung, aber dann wurde mir klar, dass sie auch gar keine brauchen. Nicht jedes Album braucht ein Thema, und auch nicht zehn Songs, die sich exakt gleich anhören. Ein Song mag ein bisschen wie Scorpions aus der „In Trance“-Ära klingen, der nächste wie eine ruhigere Version von Motörhead, und der darauffolgende ein beschwingter Song, der an Van Halen erinnert. Es mag so wirken, als fehle es an Zusammenhalt und Fluss, aber es funktioniert überraschend gut. Sie scheinen alles abzudecken, was ich an den späten 70ern und frühen 80ern mochte (was damals noch nicht als Prog galt), aber mit ein paar kleinen Anpassungen, die es zu ihrem eigenen Sound machen. Als mir das Album zugeschickt wurde, wusste ich nicht, was mich erwarten würde … ich kannte nur das Jahr und den Titel. Beim Hören überkam mich ein Gefühl von Nostalgie, etwas, das Alben nur sehr selten schaffen. Es ist vielleicht nicht das originellste Album, aber definitiv hörenswert. (METAL ARCHIVES)


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