Songs:
1. Intro
1. Intro
2. Gates Of Hell
3. Forged With Evil
4. Gravity Remains
5. World In Chains
6. Serial Killer
7. Paradise Awaits
8. Lust
9. Forsaken Soul
Mit rasantem Tempo bahnt sich das deutsche "Kraftpaket" Blizzen mit seinem zitternden, von einem Quartett angeführten Debütalbum World In Chains seinen Weg in einen geradezu überschäumenden und spritzigen Wirbelwind traditioneller Metal-Freude/Rad-Niveau. Das Album erschien vor fast zwei Wochen – sowohl als allgegenwärtige CD als auch als limitierte 12-Inch-Vinyl-LP – unter dem Label Pure Steel (dem gleichen Label, das auch die bahnbrechenden Bands Alltheniko, Assassin's Blade, Cage, Cloven Hoof, Mindless Sinner und Prowler, um nur einige zu nennen, veröffentlicht hat). Bestehend aus acht wirklich gelungenen Tracks und versehen mit einem passenden, einminütigen Vorspiel namens „Intro“ – dem der Kracher nichts anhaben kann – klingt WiCs völlig abgeleitet – dieses „Rad“, das sich zwar nicht unbedingt neu erfinden muss, verlangt doch nach bedeutungsvollen, feuergegerbten Spyns… Mit anderen, ebenso mildernden Worten: Blizzen wirkt weiterhin seine Magie, eine gelungene Fortsetzung seiner frisch gepressten und überaus freundlichen Art, die man vergnüglicherweise auf dem deutlich längeren (sowohl in der Laufzeit als auch in der Anzahl der Tracks) Debütalbum Genesis Revealed von 2016 entdeckte. Prägnant verwobene, schimmernde Gitarrenriffs, die an eine fließende Mischung aus den Landsleuten Hornado und dem Australier Johnny Touch – für eingefleischte Frankophile „Jean Touche“ – erinnern, getragen von einem lässig-eleganten Schlagzeugspiel und der jugendlichen Energie und Klasse von Frontmann/Bassist Dan Steckenmesser, entfalten ihre volle Wucht, sobald das Speed-Metal-Highlight „Gates of Hell“ die Kette entwirrt. So geht es weiter zu angenehm dahingleitenden, wenn auch sehr vertrauten Krachern, insbesondere dem Titeltrack in der Mitte des Albums, und einem weiteren Blizzen-Highlight im raffiniert packenden „Lust“ (sozusagen eine Art Wiedergutmachung für Ambushs aktuelles „Lust For Blood“). Auffällig ist jedoch der energiegeladene, fast schon brachiale Sound der Gitarrensoli, besonders im ersteren Song. Im Grunde genommen hat Blizzen ihre Songwriting-Formel diesmal kaum verändert. Und doch funktioniert es, und man weiß im Grunde, was man von einem eher unoriginellen, wenig inspirierenden Cover erwarten kann (während wir Nerds Raven und J. Priests Buchmacher schon mit Vorladungen wedeln!): Standardware, gehobenes Mitteltempo, gespickt mit Gitarrensoli, hoher Stimme, ausgelassenem Geplapper und energiegeladenen, treibenden Songs, perfekt für eine ganz neue Generation von wild maskierten, kopfüber in die Musik stürzenden Rockfans (die überall herumstreifen). Blizzen muss sich kein bisschen verändern, denn europäische Musiker dieser geschmeidigen, ergreifend bewegenden Art kennen ihre Grenzen. (Hey, manchmal ist es besser, keine Grenzen zu haben!) Paradoxerweise sprengen die Weilmünsterer diese Ketten gekonnt... (METAL ARCHIVES)


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